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04.12.1987

Bis 1996 Rückgang des SW-Markts um acht Prozent prognostiziert: Die Briten sehen harten Zeiten entgegen

LONDON (vwd) - Das Wachstum des Software-Markts in Großbritannien verlangsamt sich immer mehr. Zu diesem Ergebnis kam jetzt das britische Industrie- und Handelsministerium. Bis 1996 wird mit einem Rückgang der Wachstumsrate auf acht Prozent gerechent.

Nur noch um jährlich 13 Prozent werde der Software-Verkauf bis 1991 zunehmen, so die Untersuchung des Ministeriums. In den Jahren 1981 bis 1985 habe sich die Steigerungsrate immerhin noch auf 17 Prozent (zwei Milliarden Pfund) belaufen; am weltweiten Umsatzvolumen mache dies einen Anteil von 4,5 Prozent aus. Ab 1992 soll die Zuwachsrate sogar noch weiter sinken.

Zu den wichtigsten Bereichen der britischen Software-Industrie zählen Buchhaltungs- und Fertigungssteuerungssysteme sowie Pakete für die Schulung, Ausbildung und für Kundenkarteien.

Mehr Übernahmen und Zusammenschlüsse

In jüngster Zeit waren in Großbritannien zunehmend Übernahmen und Firmenzusammenschlüsse zu beobachten. So lag im ersten Halbjahr 1987 die Anzahl der Übernahmen und Zusammenschlüsse mit 48 Vorhaben fast doppelt so hoch wie im selben Zeitraum des vergangenen Jahres mit 29 Fusionen. Die Centre for Software Engineering Ltd. (CSE) zum Beispiel wurde von dem kanadischen Industriekonzern Canadian Pacific (CPCS) eingekauft. Für 75 Millionen Pfund übernahm die amerikanische Nynex Corporation das britische Softwarehaus Business Intelligence Service (BIS).

Vertreter der Computing Services Association (CSA) sprechen sich dafür aus, daß die Regierung ihre DVAufträge in stärkerem Maße an die Mitgliedsunternehmen der Organisation vergeben solle. Im Jahre 1983 haben britische Software-Firmen lediglich Aufträge in Höhe von 30 Millionen Pfund vom Staat erhalten. Diese Summe stieg im Haushaltsjahr 1986, das mit dem 31. März endete, auf 105 Millionen Pfund an. Auch beklagen sich die CSA-Mitglieder über den zunehmenden Fachkräftemangel, den sie auf Abwanderungen der Mitarbeiter zu den Banken und Börsenfirmen der "City of London" zurückführen.