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24.10.1997 - 

Quartalsergebnisse von Intel, Compaq, Digital und Apple

Bis auf Apple legen US-Hersteller rundweg gute Zahlen vor

Intel hat im dritten Quartal 1997 mehr verdient als ein Jahr zuvor und dennoch die Finanzmärkte enttäuscht. Dies ist das knappe Fazit zu den jüngsten Geschäftzahlen der Andrew-Grove-Company. Der Prozessorgigant konnte im dritten Quartal seine Einnahmen um 19,7 Prozent von 5,14 auf 6,15 Milliarden Dollar steigern, gleichzeitig wird eine Zunahme des Gewinns um 19,9 Prozent von 1,31 auf 1,57 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Gewinn je Aktie stieg gegenüber dem dritten Quartal 1996 um 18,9 Prozent von 74 auf 88 Cent; die Mehrheit der Analysten war jedoch von 91 Cent ausgegangen.

Diese Zielverfehlung führte prompt zu einem Kursverlust der Intel-Aktie von bis zu 6,5 Prozent auf einen Wert von rund 85 Dollar - trotz der Tatsache, daß das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 5,20 (1996: 3,25) Milliarden Dollar und 18,56 (14,40) Milliarden Dollar Umsatz eine makellose Bilanz der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ausweisen konnte. Intel begründete den vergleichsweise moderaten Gewinnzuwachs mit einem schwächeren Flash-Memory-Geschäft. Analysten sehen jedoch als Ursachen eher den allgemeinen Preisverfall bei Chips, vor allem aber die hohen Produktionskosten der Pentium-II-Prozessoren.

Eitel Sonnenschein herrscht indes bei Digital Equipment (DEC). Der US-Computerriese hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 1997/98 wieder die Gewinnzone erreicht. Bei einer nur minimalen Umsatzsteigerung von 2,91 auf 2,96 Milliarden Dollar kam Digital unter dem Strich auf ein Plus von 25,11 Millionen Dollar. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 1996/97 hatte DEC noch einen Verlust von 65,88 Millionen Dollar bilanzieren müssen. Der Gewinn je Aktie betrug elf Cent im Vergleich zu einem Minus von 48 Cent im Vorjahr.

Compaq will erstmals eine Dividende zahlen

Mit einem Rekordergebnis schloß Compaq das dritte Quartal 1997 ab. Der Nettogewinn der Texaner stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 54 Prozent auf 562 Millionen Dollar oder 71 Cent pro Aktie. Auch beim Umsatz hat die US-Company mit 6,5 Milliarden Dollar (plus 31 Prozent) einen neuen Höchststand erreicht. Bei den Angaben zum Gewinn sind allerdings einmalige Aufwendungen in Höhe von 44 Millionen Dollar beziehungsweise sechs Cent je Aktie im Zusammenhang mit der Tandem-Übernahme nicht berücksichtigt. Der tatsächliche Reingewinn beläuft sich auf 517 Millionen Dollar oder 65 Cent je Aktie. Erstmals seit Gründung des Unternehmens soll, wie Compaq mitteilte, eine Dividende gezahlt werden. Sie beträgt zunächst drei Cent pro Quartal und Aktie. Ferner wurde ein Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins angekündigt.

Apple Computer meldete für das vierte Quartal 1997 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar, was einem Minus von 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entspricht. Im Vergleich zum dritten Quartal 1997 stabilisierte sich nach Angaben der Kalifornier allerdings die Situation, die Einnahmen gingen um lediglich sieben Prozent zurück. Bereinigt um diverse Sonderausgaben konnte auch der aktuelle Quartalsverlust mit 24 Millionen Dollar oder 19 Cent je Aktie gegenüber 56 Millionen Dollar oder 44 Cent je Aktie im dritten Quartal in Grenzen gehalten werden, heißt es weiter. Die Bilanz der Macintosh-Company für das gesamte Geschäftsjahr 1997 sieht indes nach wie vor traurig aus. Die Umsätze erreichten 7,1 Milliarden Dollar - dies sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettoverlust beträgt eine Milliarde Dollar oder 8,29 Dollar je Aktie; im Fiskaljahr 1996 waren es 816 Millionen Dollar oder 6,59 Dollar je Aktie.