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28.10.1994

Bisheriges Mainframe-System war zu unflexibel United Airlines wartet ihre Flugzeuge mit Unix und PCs

SAN MATEO (IDG) - Zu oft konnten Flugzeuge der United Airlines (UAL) nicht starten, weil ein Techniker oder ein Ersatzteil fehlte. Nun ersetzt die US-Fluglinie das Mainframe-gestuetzte Wartungssystem durch eine flexiblere und weltweit arbeitende Unix- Loesung.

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt kostet rund 40 Millionen Dollar, wird aber nach Kalkulationen der Fluggesellschaft die Ausgaben jaehrlich um ein bis zwei Millionen Dollar senken. Moeglich werden diese Einsparungen, wenn sich mit dem Engineering and Maintenance System (Emsys) tatsaechlich weltweit der Bedarf an Technikern und Ersatzteilen ermitteln und planen laesst.

Gelingt dieses Unterfangen, dann laesst sich verhindern, dass - wie zur Zeit - taeglich 30 Flugzeuge im Hangar stehen, anstatt Passagiere oder Fracht zu transportieren. Darueber hinaus sollen sich durch weltweite Integration der Daten erstmals besonders reparaturanfaellige Flugzeuge identifizieren lassen.

Das Gesamtsystem besteht aus den Komponenten Planung und Kontrolle, Materialverwaltung sowie Kosten- und Mitarbeiteranalyse und einem bereits im Betatest befindlichen technischen Informationssystem, das den Kern von Emsys bildet. In Betrieb genommen wird diese Komponente im Januar 1995 fuer die Boeing- Flugzeuge des Typs 777.

Das geplante Equipment belegt, wie weit die Ambitionen der DV- Techniker von UAL reichen. Bis Ende 1996 sollen Tausende von Endgeraeten, darunter Macintosh-Systeme sowie Windows-PCs von HP und AT&T GIS (ehemals NCR), angeschlossen sein. Die Endanwendungen sollen mit Hilfe von Standardprodukten wie Microsofts Visual Basic und Powersofts Powerbuilder erstellt werden.

Fuer die Erfassung der technischen Informationen durch UAL- Techniker sind 900 Macintosh-Rechner vorgesehen. Mit Hilfe eines nicht naeher bezeichneten Workflow-Systems werden die Eingaben geprueft und ergaenzt, um schliesslich in der relationalen SQL- Server-Datenbank von Sybase zu landen. Dieses Produkt laeuft auf 800 HP-Unix-Rechnern der 9000er-Reihe. Von dort sollen schliesslich mehrere tausend Mechaniker und Servicetechniker die fuer ihre taegliche Arbeit noetigen Informationen online erhalten.