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10.04.2008

Bitkom: Beschäftigung in der IT-Branche steigt

Vor allem Softwarehäuser und Dienstleister schaffen zusätzliche Arbeitsplätze.

Bei einer Erhebung des Bitkom im ersten Quartal 2008 gaben 57 Prozent der Unternehmen an, dass sie im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wollen. 34 Prozent planen, die Mitarbeiterzahl stabil zu halten, neun Prozent bauen laut Studie Stellen ab. Getragen werde der Aufwärtstrend von Softwarehäusern und IT-Dienstleistern, die in den vergangenen fünf Jahren mehr als 60 000 neue Jobs geschaffen haben. Allein im Vorjahr stellten diese Unternehmen 17 000 zusätzliche Mitarbeiter ein, insbesondere Programmierer, IT-Berater und Projekt-Manager.

Buhlen um den weiblichen Nachwuchs

Zunehmend mache sich aber auch der Mangel an Fachkräften bemerkbar. Laut Bitkom geben 65 Prozent der IT-Unternehmen an, dass das Fehlen von IT-Spezialisten ihre Geschäftstätigkeit bremst. "Der Expertenmangel erreicht damit einen neuen, nicht wirklich positiven Rekordwert. Die Situation spitzt sich immer stärker zu", warnt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Um dem entgegenzuwirken, forderte Scheer die verantwortlichen Politiker im Bund und vor allem in den Ländern auf, das Bildungswesen zu modernisieren. "Die IT-Branche finanziert mittlerweile fast 50 Hochschul-Lehrstühle und unterstützt mehr als 20 000 Schulen, wir brauchen aber auch mehr öffentliches Engagement", betonte Scheer. Dazu sollten insbesondere junge Frauen verstärkt für ein einschlägiges Studium gewonnen werden. Parallel müssten die Abbrecherquoten von derzeit mehr als 50 Prozent gesenkt, die Studienzeiten verkürzt und die Betreuungsintensität für Studierende verbessert werden, so Scheer. "An den Universitäten müssen mehr Praxisbezug und Realitätssinn Einzug halten. Wir können es uns nicht leisten, mit wirklichkeitsfremden Anforderungen studierwillige junge Menschen hinauszuprüfen." (hk)