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01.03.2002 - 

Talsohle durchschritten?

Bitkom erwartet Aufschwung im IuK-Markt

MÜNCHEN (CW) - Der deutsche Informations- und Telekommunikationsmarkt (IuK) soll sich im Laufe des Jahres wieder aus der aktuellen Talsohle herausbewegen. Diese Erwartungen weckt zumindest der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, e. V. (Bitkom) mit einer aktuellen Studie.

Ernüchternde Wirtschaftszahlen birgt der schon traditionelle Bitkom-Jahresbericht "Wege in die Informationsgesellschaft": Nach den großen Zuwächsen der Vorjahre ist die deutsche Informations- und Kommunikationswirtschaft im Jahr 2001 nur um zwei Prozent gewachsen. Der Anteil des IuK-Umsatzes am Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich trotz der insgesamt schwachen volkswirtschaftlichen Entwicklung auf 6,8 Prozent, blieb aber hinter den Anteilen in den USA und Großbritannien von jeweils über neun Prozent zurück.

Durch die verhaltene Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen und Privathaushalte stiegen die Pro-Kopf-Ausgaben für Hardware, Software, IT-Services und Telekommunikationsdienste im vergangenen Jahr lediglich im einstelligen Prozentbereich auf 1665 Euro. Sie rangieren damit weit hinter den USA mit 2822 Euro und nur knapp über dem westeuropäischen Durchschnitt von 1655 Euro pro Einwohner. Verbandspräsident Volker Jung ist für die kommenden Monate jedoch optimistischer. Die Talsohle im deutschen IuK-Markt sei durchschritten, da die Branche auf die Turbulenzen der vergangenen Jahre mit einer Anpassung der internen Kostenstrukturen reagiert habe. Nun komme es jedoch da-rauf an, dass auch die Politik den Unternehmen genügend Luft zum Atmen lasse, appellierte er.

Zudem entwickle sich die IuK-Branche weltweit in absoluten Zahlen betrachtet weiterhin mit großer Dynamik. So wurden im vergangenen Jahr 77 Millionen PCs gekauft, 41 Millionen Web-Server (Internet-Hosts), zwölf Millionen DSL- und 17 Millionen Kabelanschlüsse, 23 Millionen ISDN-Kanäle sowie 231 Millionen Mobilfunkanschlüsse erworben. Die globalen Kommunikationsnetze wurden laut Bitkom um mehr als 300 Millionen digitale Anschlüsse erweitert, wobei die Zugangsarten immer vielfältiger werden. Insgesamt waren somit Ende 2001 weltweit rund 540 Millionen PCs in Betrieb, und etwa eine Milliarde Menschen telefonierten mobil. Zudem surften über 500 Millionen Anwender im Internet, und 308 Millionen verfügten über Breitband-Kabelanschlüsse.

In Deutschland stieg laut Bitkom beispielsweise die Zahl der Mobilfunkanschlüsse im letzten Jahr gegenüber 2000 um 17 Prozent oder 8,5 Millionen Teilnehmer. Damit seien heute 69 von 100 Deutschen mobil und somit erstmals mehr Handy-Verträge als Festnetzanschlüsse vorhanden. Breitbandige UMTS-Netze würden diesen Trend weiter beflügeln. Doch die deutsche Branche sei unter enormen Zeit- und Kostendruck und brauche laut Jung mehr Freiheit beim Aufbau der UMTS-Netze. Allerdings werde der hiesige Markt nur zwei bis drei Anbieter ernähren können. (as)

Abb: IuK-Markt weltweit

Ein Plus von 4,4 Prozent hat den IuK-Weltmarkt 2001 auf ein Volumen von 2,3 Billionen Euro angehoben. Deutschland stellt mit einem Anteil von sechs Prozent den drittgrößten Ländermarkt. Quelle: Bitkom