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15.03.2005

Bitkom: Es geht wieder aufwärts

Zwar glaubt die ITK-Branche wieder an bessere Zeiten. Neue Belastungen könnten den Aufschwung jedoch zunichte machen, klagt der Bitkom.

Die Schwäche der ITK-Branche ist endgültig überwunden", zog Willi Berchtold, Präsident des Bundesverbands für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), zu Beginn der diesjährigen CeBIT einen Schlussstrich unter die zurückliegenden Leidensjahre. Inzwischen befinde sich die Branche wieder auf einem soliden Wachstumskurs. Dies liege daran, dass sich Endverbraucher wieder von Technik begeistern ließen und professionelle Anwender verstärkt in IT investierten.

Nach einer Steigerung von 2,6 Prozent auf einen Gesamtumsatz in Deutschland von 130,8 Milliarden Euro im Jahr 2004 rechnet der Bitkom für das laufende Jahr mit einem Branchenwachstum von 3,4 Prozent. Insgesamt würden die Anbieter von ITK-Produkten und -Services 2005 hierzulande 135,2 Milliarden Euro einnehmen. Im kommenden Jahr werde sich das Wachstum den Verbandsprognosen zufolge allerdings auf 3,1 Prozent abflachen.

Dennoch äußerten sich die Bitkom-Verantwortlichen nicht unzufrieden. "Das sind wieder gute Perspektiven nach einigen eher dürren Jahren", resümierte Berchtold. Das Wachstum stabilisiere sich auf einem hohen Niveau. Besonders erfreulich sei, dass auch die Informationstechnik wieder Rückenwind hat. Laut den Bitkom-Prognosen kann der IT-Markt 2005 um rund vier Prozent zulegen, die Telekommunikationsbranche um drei Prozent. Im kommenden Jahr rechnet der Verband für beide Bereiche mit einem Plus von drei Prozent.

Vor allem die Software- und Serviceanbieter treiben nach Verbandsangaben die Branche an. Während der Zuwachs für Hardware mit einem Plus von 1,8 Prozent im laufenden Jahr und 0,3 Prozent für 2006 mäßig ausfällt, könnten Softwareanbieter mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,5 Prozent rechnen. Umsätze mit Dienstleistungen sollen dem Bitkom zufolge 2005 um 4,4 Prozent, im kommenden Jahr um 4,8 Prozent zulegen. Der TK-Markt dürfe mit Wachstumsraten von 3,2 beziehungsweise 3,3 Prozent rechnen.

Damit die Branche wachsen könne, müssten jedoch auch die Rahmenbedingungen stimmen. Laut einer Bitkom-Umfrage vom Dezember 2004 geht zwar der Anteil derjenigen zurück, die die Politik als Markthemmnis Nummer eins bezeichnen. Mit 53,8 Prozent beschweren sich jedoch noch immer mehr als die Hälfte der Befragten über die Politik.

In diesen Klagechor stimmte auch Berchtold ein. Der Bitkom-Präsident warnte vor hohen finanziellen Einbußen für die deutsche ITK-Branche. Urheberrechtsabgaben, längere Abschreibungsfristen für Software, Rundfunkgebühren für PCs sowie zusätzliche Auflagen für Telekommunikationsunternehmen könnten Milliardensummen kosten. "Wenn all das kommt, was die Politik plant, werden wir mit mehr als einer Milliarde Euro belastet", prognostizierte Berchtold. "Diese international beispiellosen Sonderbelastungen müssen gestoppt werden." Das Geld fehle sonst für Investitionen, Innovationen und neue Arbeitsplätze.

Angesichts der hausgemachten Probleme forderte der Bitkom eine strategische ITK-Politik. "Die Politik kann zu einem Impulsgeber für neue Märkte werden", warb Berchtold. Dazu müssten jedoch alle Ebenen von den Kommunen bis zur Europäischen Union eingebunden werden. Nur dann könne die Branche weiter investieren und Arbeitsplätze schaffen. Im laufenden Jahr rechnen die Bitkom-Verantwortlichen mit 756000 Beschäftigten in der deutschen ITK-Industrie. Das sind etwa 10000 mehr als noch 2004. (ba) u