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04.03.2008

Bitkom liegt mit Prognose daneben

Im vergangenen Jahr hat sich der deutsche ITK-Markt deutlich besser entwickelt als vom Branchenverband vorhergesagt.

Mit seiner Wachstumsprognose für das vergangene Jahr lag der Bitkom kräftig daneben. Allerdings dürften die Vertreter der ITK-Industrie darüber nicht unbedingt traurig sein: Statt um 1,3 Prozent legte der hiesige Markt 2007 um zwei Prozent auf insgesamt 143,0 Milliarden Euro zu. Für das laufende Jahr sehen die Aussichten dagegen weniger rosig aus. Der Bitkom geht davon aus, dass die Wachstumskurve mit plus 1,6 Prozent eine leichte Delle nach unten bekommt (145,2 Milliarden Euro). 2009 erwarten die Bitkom-Experten Einnahmen von 148,1 Milliarden Euro, ein Plus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem gewerbliche Kunden hätten die Nachfrage geschürt, berichtete Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer im Vorfeld der CeBIT. Die Unternehmen hätten massiv in ihre IT-Systeme investiert. Als Wachstumstreiber identifiziert Scheer in erster Linie Software, Services, umweltfreundliche Hardware und Breitbanddienste.

Das schwächste Glied in der Kette bleibt die Telekommunikationsbranche. Zwar hat sich das Gesprächsvolumen 2007 um 5,1 Prozent auf 253,3 Milliarden Minuten erhöht. Aufgrund des harten Wettbewerbs knickte der Umsatz aber um 1,6 Prozent auf 67,4 Milliarden Euro ein. Auch in den kommenden Jahren bleiben die Einnahmen rückläufig: minus 1,5 Prozent in 2008 und minus 0,5 Prozent in 2009. Erst 2010 könne die Branche wieder auf ein Plus hoffen.

IT als solider Motor

Dagegen legte der IT-Bereich 2007 um solide fünf Prozent auf 64 Milliarden Euro zu. In diesem und dem nächsten Jahr sei mit Wachstumsraten von 4,6 beziehungsweise 4,4 Prozent zu rechnen. Während die Hardwareeinnahmen lediglich um 0,7 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro wuchsen, konnten die Softwarehersteller ein Plus von 5,2 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro melden. Die Serviceanbieter verbuchten im vergangenen Jahr Einnahmen von 30,8 Milliarden Euro, das sind 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Anbieter von Unterhaltungselektronik, die in den vergangenen Jahren teilweise noch von zweistelligen Wachstumszahlen verwöhnt wurden, müssen sich auf ein Abflachen der Wachstumskurve einstellen. Legte der Markt 2007 noch um 8,2 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu, seien für dieses und das kommende Jahr nur noch 2,4 beziehungsweise 2,1 Prozent Zuwachs zu erwarten, lautet die Bitkom-Prognose. (ba)