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28.10.2014 - 

Comeback für PCs

Bitkom sieht starkes Wachstum im Hardwaremarkt

Der Branchenverband Bitkom geht wie bereits im März dieses Jahres davon aus, dass der ITK-Gesamtmarkt um 1,6 Prozent auf 153,4 Milliarden Euro zulegen wird. Dazu soll nicht zuletzt die unerwartet starke Nachfrage nach PCs und Notebooks beitragen.

Obwohl die Prognose von 1,6 Prozent Wachstum unterm Strich genauso ausfällt wie bereits zur CeBIT im März 2014, weist der Bitkom darauf hin, dass es innerhalb des Marktes deutliche Verschiebungen gegeben habe. So ist die Nachfrage nach Hardware in diesem Jahr ungewöhnlich groß. Das Segment soll um 5,8 Prozent auf ein Volumen von 20,8 Milliarden Euro zulegen.

Solche Sprünge liefert sonst eher das Softwaresegment, das auch 2014 wieder um 5,6 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro wachsen soll. Positive Entwicklungen gibt es zu dem im Markt für TK-Infrastruktur (+ 3,8 Prozent; 6,3 Milliarden Euro) und im IT-Servicemarkt (+2,7 Prozent; 36,5 Milliarden Euro).

Bei IT-Dienstleistungen mache sich vor allem im Projektgeschäft die allgemeine Konjunkturabschwächung bemerkbar, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Wenn es nicht mehr ganz so gut läuft, werden IT-Projekte oft erstmal aufgeschoben."

Tablet-Boom ebbt ab

Der in dieser Dynamik unerwartete Boom im Hardwaresegment ist laut Kempf der starken Nachfrage nach klassischen PCs und Notebooks zu verdanken. Offenbar verläuft dieses Geschäft - auch dank der Windows-Releasepolitik von Microsoft - zunehmend zyklisch. Bei Desktop-PCs werde das Plus voraussichtlich 12,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro betragen, bei den Notebooks sei der Anstieg mit 11,2 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ähnlich hoch. Der Tablet-Umsatz steigt nur noch um 3,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Nur noch ein leichtes Minus stellt der Verband im Bereich der Unterhaltungselektronik fest (-1,5 Prozent; 10,9 Milliarden Euro). Damit sei die rasante Talfahrt des Vorjahres weitgehend gestoppt worden. 2013 war dieser Markt um fast 15 Prozent eingebrochen. Kempf: "Neben einer Stabilisierung des TV-Geschäfts dank technologischer Innovationen wie Ultra-HD sowie dem positiven Impuls durch die Fußballweltmeisterschaft leistet auch der kräftige Umsatzanstieg um fast 25 Prozent bei Spielkonsolen dazu einen Beitrag."

Viele Geld für Breitbandausbau

Auch im Bereich der Telekommunikation rechnet der Verband insgesamt mit einem leichten Umsatzrückgang von 0,9 Prozent auf insgesamt 65 Milliarden Euro. Die Netzbetreiber investierten derzeit massiv in den Breitbandausbau, was zu der positiven Entwicklung bei den TK-Infrastrukturumsätzen führe. Uneinheitlich zeige sich indes die Entwicklung bei den TK-Diensten: Während das Segment der mobilen Datendiensten um 6,3 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zulege, gehe der Umsatz mit mobilen Gesprächen um 8 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zurück. Das Geschäft mit Sprachdiensten im Festnetz reduziere sich um 7,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro.

Auch das Geschäft mit TK-Endgeräten, in den vergangenen Jahren vom Smartphone-Boom getragen, ist nicht mehr das, was es einmal war. Hier steht ein Minus von 1,0 Prozent zu Buche (Volumen: 9,2 Milliarden Euro). "Inzwischen wird in Deutschland für Smartphones fast genauso viel Geld ausgegeben wie für Desktop-PCs, Notebooks und Tablets zusammen", sagte Kempf.

Jobmaschine ITK ist intakt

Der Bitkom stützt sich bei seinen Angaben wie immer auf die Untersuchungen des verbandseigenen European Information Technology Observatory (EITO). Bezüglich der Beschäftigung rechnet der Verband mit einem Anstieg um 10.000 Arbeitsplätze, so dass zum Jahresende 953.000 Erwerbstätige in der ITK-Branche tätig sein werden.

Die Jobs entstehen dabei in erster Linie bei den IT-Anbietern: Sie werden zum Jahresende voraussichtlich 743.000 Menschen beschäftigen. Das entspricht einem Anstieg um 16.000 Stellen in nur einem Jahr. Nur noch rund 9000 Beschäftigte zählen dagegen die Hersteller von Unterhaltungselektronik. Bei den Telekommunikationsunternehmen ist mit einem geringen Rückgang auf 202.000 Beschäftigte zu rechnen. "Insgesamt haben die ITK-Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren rund 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen", sagte Kempf. Bei stabiler Konjunktur werde sich das Jobwachstum in den kommenden Jahren fortsetzen. (hv)

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