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10.11.2005

Biztalk erhält kostenlose Adapter

Microsoft vereinfacht die Interoperabilität von Applikationen.

Die Enterprise- und Standard-Editionen von Biztalk Server 2006 werden 16 lizenzfreie Anwendungs- und Technikadapter erhalten. Die ersten Schnittstellen stehen bereits jetzt mit der ersten Betaversion von Biztalk zur Verfügung und koppeln unter anderem Oracle Database Connector, Oracle Application Suite, Peoplesoft und Siebel an. Weitere Adapter sind in Vorbereitung und bilden Schnittstellen zu Tibco Rendezvous, Tibco EMS, SAP-Software, JD Edwards Oneworld XE, JD Edwards Enterprise One, Amdocs Clarify CRM, IBM DB2, POP 3, Host Files, Host Applications, Windows Sharepoint Services und SQL Server.

Die Hälfte der Adapter stammt vom Integrationsspezialisten iWay Software. Die Tochter des US-amerikanischen Softwarehauses Information Builders verkauft Microsoft nach eigenen Angaben den Quellcode sowie alle Urheberrechte von acht seiner .NET-basierenden Applikationsadapter. Dennoch werde iWay in Zukunft Applikations- und Datenadapter für Biztalk Server entwickeln und selbst vertreiben. Der Anbieter arbeitet auf ähnliche Weise mit SAP zusammen und liefert Adapter für die Integrationsplattform Netweaver.

Keine Eigenentwicklung nötig

Gewöhnlich verkaufen die Anbieter von Integrationslösungen zusätzliche Adapter als Add-on, berichtet Steven Martin, Group Product Manager für die Sparte Geschäftsprozesse und Integration von Microsoft. Dieses Vorgehen treibe jedoch in aller Regel die Softwarekosten deutlich in die Höhe. Um zu sparen, würden Anwender inzwischen verstärkt dazu übergehen, Adapter für verschiedene Anwendungen ihrer Business-Software-Infrastruktur selbst zu entwickeln. Hier wolle man Biztalk-Anwendern mit dem neuen Adaptermodell einen Mehrwert bieten, so Martin.

Doch auch Microsoft kommt auf seine Kosten. Zwar müssten die Anwender keine separaten Gebühren für die zusätzlichen Adapter entrichten, erläutert Martin, das Gesamtpaket werde jedoch teurer. Während der Konzern für Biztalk Server 2004 noch 25000 Dollar für die Enterprise-Variante und 7000 Dollar für die Standard Edition in Rechnung stellte, sollen die Nachfolgeversionen rund 30 000 beziehungsweise 8500 Dollar kosten. Darin enthalten ist allerdings auch eine Entwicklerlizenz für das neue Visual Studio 2005. Die ebenfalls aktuell freigegebene Datenbank SQL Server 2005 muss jedoch separat bezogen werden.

Der von Microsoft eingeführte Community Technology Preview (CTP) sieht für Biztalk 2006 noch in diesem Jahr den Start einer zweiten Betaphase vor. Die Marktreife ist für die erste Jahreshälfte 2006 vorgesehen. (ba/ue)