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17.01.1992 - 

Weg eines Mittelständlers in die offene Systemwelt

BK als zentrale Anwendung von 8870 auf Unix-System portiert

*Herbert Lensing ist EDV-Manager bei der NSM Magnettechnik GmbH, Offen-Vinnum.

Seit 1983 ist das Olfener Maschinenbau-Unternehmen, die NSM Magnettechnik GmbH, zunächst auf einer 8870/U55 "Comet"-Anwender. Außerdem wurde 1983 ein System als Mehrplatz-Version für die Vertriebsabteilung angeschafft. Im Laufe der Jahre wuchs vor dem Hintergrund einer guten Firmenentwicklung die Zahl der Bildschirm-Arbeitsplätze, der Anwendungen und damit auch die Computeranlage selbst.

Durch Bildung einer Projektgruppe wurden Anfang 1990 Vorschläge für die künftige Informationsverarbeitung ausgearbeitet. Nach mehreren Präsentationen und damit verbundenen Angeboten entschied sich die Projektgruppe für die Einführung einer Bürokommunikations-Software in Verbindung mit einem PPS-Paket auf Datenbankbasis.

Ziel sollte sein, die proprietären Quattro-Anwendungen in die offene Systemwelt zu bringen. Gleichzeitig wurde berücksichtigt, daß sich die vorhandenen Comet-Anwendungen und die damit erzeugten Daten in das ausgesuchte PPS-Paket 1:1 übernehmen lassen. Dem Projektteam war es darüber hinaus sehr wichtig, mit den neuen Systemen und Anwendungen eine Verbindung zu bestehenden CAD-Anwendungen auf Hewlett-Packards Unix-Workstations zu ermöglichen.

Zusammen mit der BOG-SNI Münster, die als Hard- und Softwarelieferant schon seit 1983 fungierte, wurde ein Stufenplan entwickelt, um alle Anwendungen Zug um Zug abzulösen beziehungsweise umzustellen. Im September 1990 erhielt zunächst die Vertriebsabteilung, die bisher mit einem reinen Textsystem arbeitete, die Bürokommunikations-Software "Targon Office" von SNI. Gleichzeitig setzte man die Module Auftragsbearbeitung und Fakturierung des PPS-Softwarepaketes "Race" der Münsteraner Science Software Engineering ein.

Nach externen Schulungen sowie kurzer Einarbeitungszeit im Betrieb hatten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb sehr schnell mit den neuen Anwendungen angefreundet. Als Hardwareplattform diente eine gemietete Targon 31/M45.

Bis Oktober 1991 kam jedoch die Comet-Top-Software mit den Modulen Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Lagerwirtschaft, Einkauf, Bestellwesen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Nachkalkulation, Statistik, Textverarbeitung und einer Individualsoftware im Bereich Betriebsdatenerfassung- und Verarbeitung auf einer 8870 Quattro 80 zum Einsatz. An dieser 8870 waren 38 Bildschirmarbeitsplätze angeschlossen. Man arbeitete bis dahin also auf zwei unterschiedlichen Hardwareplattformen.

Nachdem SNI die Targon-31/M55-Unix-Systeme Anfang 1991 freigegeben hatte, entschloß man sich zu einem Systemwechsel. Anfang Oktober 1991 wurden die Targon-Systeme installiert und die komplette Software der 8870 portiert.

Danach arbeiteten zunächst alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf der 8870 weiter. Parallel dazu wurde auf dem Targon-System eine Testfirma eingerichtet, um alle Anwendungen auszuprobieren. Nach zweiwöchigem Test und Einweisung der Bediener war es dann soweit. Die Comet-Top-Software wurde in einer Wochenendaktion nochmals 1:1 portiert und auf eine Targon 31/M55 unter Cross Basic installiert. Die bereits installierte Targon 31/M45 übernahm die Aufgaben eines zentralen Bürokommunikations-Servers. Auf einer weiteren Targon 31/M55 wurde die Race-Software implementiert. Die drei Targon-Unix-Systeme wurden mit Ethernet untereinander vernetzt, Bildschirme sowie Tastaturen umgebaut beziehungsweise ausgetauscht. Drukker wurden umkonfiguriert oder ausgetauscht.

Am darauffolgenden Montag konnten alle Bildschirm-Arbeitsplätze inklusive der sieben im Netz eingebundenen PCs die volle Funktionalität der Bürokommunikation nutzen.

Es ließ sich von Anfang an ein Datenwildwuchs verhindern, indem die erfaßten Texte in die dazugehörigen Mappen und Schränke als Organisationshilfe abgelegt wurden.

Damit sind die DV-Anforderungen der Olfener NSM Magnettechnik GmbH mittelfristig abgedeckt. Der nächste große Schritt wird die Überführung der unter Comet Top erzeugten Daten in eine PPS-Lösung, basierend auf einer Datenbanksoftware, sein. Nach Einführung einer PPS-Lösung soll außerdem eine Anbindung an das bestehende CAD-System realisiert werden.