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23.09.1983

Blauäugig

Halb belustigt, halb gereizt reagiert Trauerwein auf die permanenten Versuche der DV-Fachpresse, die IBM madig zu machen, als Monopolistin abzustempeln.

Da wird immer wieder darauf herumgeritten, der Marktführer kümmere sich einen Dreck um die Anliegen der Anwender, habe nur den eigenen Profit im blauen Auge. Tun das nicht alle DV-Hersteller? Nur sind die eben nicht so erfolgreich. Große allein kann man jedoch Big Blue schwerlich als Nachteil ankreiden.

Warum wird nicht gefragt, worauf das IBM-Phänomen zurückzuführen ist? Es scheint kaum denkbar, daß der Rechnerriese mit markigem Marketing, aber miesen Produkten erfolgreich sein könnte, wie Beobachter der DV-Szenerie lästern.

Nein, es ist ganz einfach so, daß die Konkurrenz schläft, sich nichts einfallen läßt, was den IBM-Kunden umstimmen könnte. Dem ist es letztlich lieber, fünf IBM-Berater wissen nichts, als daß sich im Katastrophenfall - wie bei den Kleinen - überhaupt niemand für inkompetent erklärt.

Außerdem: Auf ihrem Weg nach unten entwickeln die Nicht-lBM-Anbieter ein besonderes Talent zur Verdrängung von Niederlagen. Da heißt etwa Apple den großen Mainframer noch herzlich im Mikromarkt willkommen ("Welcome IBM"), anstatt ihm - zumindest verbal - einen auf die Nase zu hauen.

Merke: Solche Höflichkeit imponiert nur Anwendern, die selbst stark und mündig sind.