Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.04.1980

"Blech"-Trommel

Ist es wirklich so utopisch, eine Veranstaltung mit dem Thema "Software-Engineering" während der Hannover-Messe abzuhalten und, um einen klangvollen Namen zu nennen, Michael Jackson sprechen zu lassen? Die CeBIT-Besucher würden es ganz gewiß begrüßen. Und die DV-Fachpresse würde ausführlich darüber berichten.

Worauf wir hinauswollen? Nun: Keinem Computer-Hersteller macht es Kopfschmerzen, die Vorzüge der eigenen Hardware herauszustellen - doch kommt heute allzu lautes "Blech"-Trommeln bei den Anwendern nicht mehr an. Die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Software-Situation wächst. Dem Performance-Rausch folgt der Software-Kater. Denn neue Nutzungsformen der Datenverarbeitung (Distributed Processing!) haben zu einem Anwendungsstau geführt, der mit den vorhandenen Programmier-Kapazitäten nicht abgebaut werden kann. Die Fachabteilungen beginnen - nachdem sie zuerst "heiß" gemacht wurden - ungeduldig zu werden.

Das Softwareloch läßt sich bekanntlich auch mit "fertigen Anwendungsprogrammen nicht stopfen. Also müssen softwaretechnologische Methoden und Werkzeuge her, die die Produktivität bei der Entwicklung von Anwendungssystemen steigern. Was die Verbesserung der Programmiertechniken angeht, haben Hersteller und Anwender übrigens mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Reizwort heißt "Autoren-Programmierung".

Solange man sich freilich in Fachkreisen noch darüber in den Haaren liegt, ob Software-Qualität überhaupt meßbar ist muß die Bockbeinigkeit der Assembler-Veteranen als Scheinargument gelten.

Wenn in vielen Programmierstuben noch "frei Schnauze" gearbeitet wird, so beweist dies gleichwohl nicht, daß kein Bedarf wäre für Software-Entwicklungstools, sondern lediglich, daß es diese noch nicht in ausreichender Zahl gibt.