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15.01.1999 - 

Bleibt der Slot-A-Steckplatz auf der Strecke?

Bleibt der Slot-A-Steckplatz auf der Strecke? AMD tritt alleine gegen Intel an

MÜNCHEN (CW) - Die CPU-Aufnahme "Socket-7" hat als Prozessorbus ausgedient. AMD will mit der Eigenentwicklung "Slot- A" gegen Intels "Slot-1" antreten. Doch die bisherigen Mitstreiter könnten AMD alleine lassen.

Immer höhere Prozessorgeschwindigkeiten fordern auch leistungsfähigere CPU-Bussysteme. Während Intel sich mit dem Slot- 1 für seine Pentium-II- und Celeron-CPUs schon lange vom alten Socket-7 verabschiedet hat, setzten die Intel-Konkurrenten AMD und Cyrix weiter auf diese Technologie. Doch die kommenden Prozessorgenerationen dieser Hersteller brauchen einen schnelleren Systembus, um mit dem Marktführer mithalten zu können.

AMD hat für die CPU "K7" ein eigenes Interface namens Slot-A entwickelt. Mechanisch ist es dem Slot-1 zum Verwechseln ähnlich. Elektronisch basiert es allerdings auf dem Systembus des "Alpha- 21264"-Chips von Digital/Compaq. AMD hat im letzten Jahr ein Lizenzabkommen mit Compaq geschlossen. Im Gegensatz zu Intel gibt AMD die Lizenz für den Slot-A gebührenfrei an andere Hersteller weiter. Doch nun ist es fraglich geworden, ob das Interface eine Zukunft hat.

National Semiconductor, Besitzer des Intel-Konkurrenten Cyrix, hat ein fünfzehn Jahre altes Lizenzabkommen mit Intel in der Tasche, das den Chiphersteller ermächtigt, den Slot-1 für eigene CPUs zu verwenden. Dazu muß sich National die Spezifikationen aber im Reverse-Engineering-Verfahren erarbeiten. Offiziell gibt National noch keine Details darüber ab, welche Technologie die kommenden Cyrix-Prozessoren verwenden werden. Eine entsprechende Ankündigung will National zur CeBIT machen.

Der britische Nachrichtendienst "Computergram" zitiert Nationals CEO Brian Halla, der verstärkt Marktanteile im PC-Segment unter 1000 Dollar an sich reißen möchte. Laut Halla kann Cyrix dieses Ziel am besten erreichen, wenn man dem Marktführer Intel und seiner Slot-1-Technologie folgt.

Laut Hermann Stehlik, Marketing Director Europa bei National Semiconductor, wird man auf jeden Fall Slot-1-CPUs fertigen, wenn das von genügend National-Kunden gefordert wird und ein rentabler Verkauf zu erwarten ist. Stehlik verweist jedoch auch darauf, daß Cyrix-CPUs hauptsächlich für den preisempfindlichen Einsteigermarkt gedacht sind. Die Anpassung des Slot-1 käme National viel teurer, als den ohne Lizenzkosten verfügbaren Slot-A zu verwenden.

Sollte National sich generell für Slot-1 entscheiden, steht AMD alleine da. Es ist dann fraglich, ob sich ausreichend Chipset-, Motherboard-Hersteller und Kunden für den Slot-A finden.