Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.11.2006

Bleibt Siemens auf Enterprise Networks sitzen?

Die Verhandlungen über den Verkauf des Netzausrüsters verlaufen im Sande.

Die Netzwerksparte Enterprise Networks von Siemens erweist sich - ähnlich wie SBS - allmählich als Ladenhüter. Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte schon vor Monaten angekündigt, die defizitäre Sparte bis Jahresende entweder verkaufen oder in ein Joint Venture einbringen zu wollen. Auf der Jahrespressekonferenz am 9. November musste Kleinfeld jedoch einräumen, dass kein Käufer in Sicht sei.

Wie nun die "Financial Times Deutschland" berichtet, hat Siemens bereits vor zwei Wochen entsprechende Verhandlungen mit dem letzten Interessenten, einem Konsortium aus den Beteiligungsgesellschaften Permira und Apollo Management, abgebrochen. Kleinfeld habe nach dem öffentlichen Protest auf die Pleite der deutschen Benq-Handy-Sparte kalte Füße bekommen, so die Erklärung. Die Investoren sollen ähnlich wie der taiwanische Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag als Mitgift sowie eine Liquiditätsgarantie gefordert haben. Wettbewerber wie Avaya und Nortel seien bereits zuvor auf Distanz gegangen. Cisco befinde sich laut FTD-Bericht in einer Beobachterposition, werde jedoch kaum ein Gebot abgeben.

Weitere Interessenten?

Nach Aussagen von Siemens verhandelt der Konzern jedoch weiter über einen Verkauf seiner Unternehmensnetzsparte. Daneben arbeite Siemens an der Neuausrichtung des Geschäfts, um die Produktivität zu steigern.

Eine Verbesserung tut not: So schrumpfte der Umsatz im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 um 3,5 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro. Gleichzeitig weitete sich der operative Verlust aus.

Der 16000 Mitarbeiter starke Bereich ist das Überbleibsel der Siemens-Sparte Communications. So bringt der Elektronikkonzern das Geschäft mit Fest- und Mobilfunknetzausrüstung zum Jahresende in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein, das Segment Wireless Moduls wurde in die Automatisierungsparte A&D integriert. Die Handy-Sparte hatte Kleinfeld bereits 2005 Benq überlassen. (mb)