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17.08.1990

Blick ins Jahr 2000 Studie: Bald Supercomputer mit 100 Trillionen Operationen

FRAMINGHAM (IDG) - Systeme mit mehr als 256 Prozessoren, die nicht größer als jeweils 16 Quadratzentimeter sind, sollen bis in zehn Jahren die Rechenleistung von Supercomputern auf bis zu 100 Trillionen Floating-Point-Operationen pro Sekunde (Tflops) katapultieren.

Zu dieser Vorhersage fühlt sich die Superperformance Computing Service (SPC) aus dem kalifornischen Mountain View nach Recherchen bei der IBM, AT&T, CDC, DEC, HP, TI, Intel, National Semiconductor und Motorola veranlaßt.

Auch die Speicherkapazitäten für solche Monsterrechner würden geradezu explodieren: Nach den Projektionen der SPC kann man damit rechnen, daß Superrechner mit bis zu 100 TB Speicherplatz im kommenden Jahrzehnt Stand der technisch möglichen Dinge sein können.

Allerdings seien zur Erreichung solch ehrgeiziger Ziele erhebliche Entwicklungsanstrengungen notwendig. Um einen Vorstellungsrahmen aufzuspannen, bedeuten die Verfasser der Studie, daß der Prozessor der ihrer Vollendung erst entgegengehenden Cray 3 des legendären Seymore Cray nur noch 16 Quadrat-Inches (1 Inch = 2,54 Zentimeter) Fläche aufweise. Die Zykluszeit dieser CPU betrage eine Nanosekunde. Um jedoch auf die Hälfte dieser Zeit zu kommen, müßten die Signalwege und damit die Grundfläche der Chips auf ein Sechzehntel reduziert werden.

Eine Million Gatter

auf einem Baustein

Die Schaltzeiten in den schnellsten der zukünftigen Rechner werde sich reduzieren von heute normalerweise 60 bis 150 Picosekunden auf zehn im Jahr 2000, glauben die Verfasser der Studie von SPC. Ein Bild von den technischen Problemen, die auf dem Weg zu solchen Rechnern beseitigt werden müssen, kann man sich machen wenn man sich die Notwendigkeit vor Augen hält, daß das Chip-Layout zukünftig bis zu einer Million Gatter auf einem Baustein inkorporiert, während es bislang nur 1000 sind.

Solche Supercomputer lägen nach der SPC-Projektion in Preiskategorien bis zu 100 Millionen Dollar. Allerdings kommen die Autoren auch zu dem Schluß, daß für die Verwirklichung solcher Höchstleistungsrechner verschiedene Voraussetzung erst noch erfüllt werden müssen: Hierzu gehört die erhöhte Wafer-Integration und Fortschritte bei den Schaltzeitverkürzungen bei optischen Rechnern und supraleitenden Elementen .