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06.04.2001 - 

Demo-Netz mit TCP/IP-Problemen

Bluetooth sendet in Hannover gemischte Signale

MÜNCHEN (CW) - Nicht perfekt präsentierte sich die Kurzstreckenfunktechnik Bluetooth auf der diesjährigen CeBIT. Während es viele interessante Produkte zu sehen gab, machte das Demonetz in Halle 23 Probleme.

Es war eine Weltpremiere: Mit 25000 Quadratmetern Fläche gab es auf der CeBIT 2001 in Halle 23 das bislang größte öffentliche Bluetooth-Netz der Welt. Mit "Ipaq"-Handcomputern - Leihgaben der Firma Compaq - konnten Besucher testen, wie Bluetooth die Orientierung in der Halle ermöglicht und dazu ortsabhängige Informationen zu den Herstellern liefert. Doch die Freude an diesem Angebot wurde getrübt von Problemen bei den Übertragungen.

Installiert hatte das Netz die Lesswire AG aus Frankfurt/Oder. Deren Geschäftsführer Ralph Meyfarth erklärt, dass fehlende TCP/IP-Stacks auf den Ipaq-Geräten schuld an den Störungen gewesen seien. Ohne die Sicherungsmechanismen dieses Protokolls werden Daten bei Paketverlusten nicht noch einmal übertragen, weswegen die "Anwendung mal funktionierte und mal nicht". Das sei jedoch das einzige Problem gewesen und habe mit Bluetooth selber "überhaupt nichts zu tun gehabt". Von einem Versagen des Bluetooth-Netzes könne deshalb auch keine Rede sein, es sei "sehr stabil" gelaufen, weswegen der Manager die Premiere als "vollen Erfolg" bewertet. Lesswire habe auf der Messe mehrere Gespräche über die Möglichkeit geführt, eine derartige Infrastruktur an anderen öffentlichen Plätzen aufzubauen.

Headsets und mehrEine ganze Reihe von Herstellern präsentierte Bluetooth-fähige Lösungen auf der CeBIT. Dazu gehörten natürlich die Handy-Spezialisten Nokia und Ericsson, aber auch Anbieter von Headsets wie Plantronics oder GN Netcom. Beide Firmen zeigten ihre neuesten, auf der Bluetooth-Spezifikation 1.1 basierenden Modelle. Diese sind nicht nur klein, sondern auch sehr leicht: Das "M 1000" von Plantronics wiegt 26 Gramm und soll im Sommer 2001 für 160 Euro zu haben sein. Das Modell von GN Netcom (siehe Foto) bringt 28 Gramm auf die Waage, es kommt im Herbst unter dem Markennamen "Jabra" zu einem Preis von etwa 200 Dollar auf den Markt.

Beide Hersteller wollen zunächst den Mobilfunkmarkt ansprechen, gehen aber davon aus, dass die Anwender ihre Headsets dann auch mit anderen Produkten einsetzen wollen. Dazu würde sich etwa die Bluetooth-Freisprechanlage anbieten, die der Hersteller Elsa in Hannover ankündigte.

Anoto hat einen Stift entwickelt, der einen vom Anwender auf mit einem speziellen Raster bedruckten Papier geschriebenen Text (oder ein Bild) schon während der Eingabe optisch erfasst. Dank Bluetooth lässt sich diese Information dann entweder auf einen Laptop oder einen PDA übertragen beziehungsweise via Handy sofort als SMS oder E-Mail versenden.