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18.01.1980

BMFT-Bekanntmachung:Software-Förderung läuft an

Der Bundesminister für Forschung und Technologie bereitet ein Programm zur Förderung der Informationstechnik vor. Für eine Verbesserung von Softwareentwicklungsmethoden werden im Gebiet der Softwaretechnologie folgende Aufgabenbereiche gefördert, wobei die Förderung durch Zuwendungen nach Paragraph 44 der Bundeshaushaltsordnung erfolgt:

1. Spezifikations- und Entwurfsmethoden

unter anderem Methoden, Techniken und rechnerunterstützte Werkzeuge für die Aufgabendefinition von Softwaresystemen, ihre Formalisierung, Strukturierung, Darstellung, Prüfung und Verarbeitung.

2. Implementierungsmethoden

unter anderem neuartige Methoden, Techniken und rechnerunterstützte Werkzeuge für die Modul- und Systemintegration komplexer Systeme, die Abnahme von Softwaresystemen und die Dialogprogrammierung.

3. Wartungsmethoden

Methoden, Techniken und rechnerunterstützte Werkzeuge für die Fehlerdiagnose und -beseitigung sowie für die Durchführung von Wartungsarbeiten an im Einsatz befindlichen Softwaresystemen.

4. Projektabwicklungsmethoden

unter anderem neuartige rechnerunterstützte Werkzeuge für die Planung Steuerung und Kontrolle der Softwareproduktion.

5. Methodensysteme

unter anderem die Zusammenführung vorhandener Einzelmethoden und -werkzeuge zu integrierten Methoden, Techniken und rechnergestützten Werkzeugen für die Durchführung des gesamten Softwareentwicklungsprozesses.

6. Qualitätsprüfung

Kriterien und Methoden für die Bewertung von Softwareprodukten und softwaretechnologischen Methoden sowie ihre Erprobung im Rahmen experimenteller vergleichender Untersuchungen.

7. Normen und Standards

Arbeiten, die zur Vereinheitlichung auf dem Gebiet der Software führen.

Gefördert werden neben theoretischen Grundlagenarbeiten insbesondere Entwicklungsarbeiten und experimentelle Untersuchungen sowie Vorhaben, mit denen die Anwendungsmöglichkeiten der in Förderprojekten erarbeiteten Software-Werkzeuge demonstriert werden sollen. Es ist ein intensiver Erfahrungsaustausch der Zuwendungsempfänger über Arbeitsergebnisse der geförderten Vorhaben beabsichtigt.

1980 werden erste Fördermaßnahmen auf dem Gebiet der Softwaretechnologie anlaufen können. Es ist davon auszugehen, daß Vorhaben in größerer Anzahl erst ab 1981 gefördert werden können. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß der BMFT weitere Teilbereiche der Förderung von Informationstechnik in getrennten Bekanntmachungen ausschreibt - insbesondere wird auf die Bekanntmachung vom 31. Oktober 1979 (Bundesanzeiger Nr. 217 vom 17. November 1979) hingewiesen.

Anträge für Vorhaben, die ab 1. Juli 1980 gefördert werden sollen, müssen bis zum 1. März 1980 beim Projektträger, der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH, Abteilung für Projektmanagement, Postfach 1240, 5205 St. Augustin 1, vollständig eingereicht werden. Bei der Antragstellung sind bestimmte Richtlinien zu beachten. Die Antragsunterlagen können beim Projektträger angefordert werden.

Anträge für Vorhaben, deren Beginn, zu einem späteren Zeitpunkt geplant ist können auch noch nach dem genannten Termin eingereicht werden. Damit diese Anträge frühzeitig in die Planung einbezogen werden können, sollten dem Projektträger vorab formlos eine kurze Darstellung der beabsichtigten Arbeiten mit Angaben des voraussichtlichen Mittelbedarfs und der geplanten Laufzeit eingereicht werden.

Bei Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wird in der Regel eine Eigenbeteiligung von 50 Prozent der Vorhabenkosten gefordert.

Es finden die jeweils gültigen Bewirtschaftungsgrundsätze Anwendung. Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch; Zuwendungen werden nach Maßgabe der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt.