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16.08.1991 - 

Zusammenarbeit von 20 Gruppen aus Ost und West

BMFT fördert Informatik in den fünf neuen Bundesländern

BONN (CW) - Nach der Bereinigung der ostdeutschen Forschungslandschaft bindet das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) jetzt verschiedene Hochschulinstitute und Einrichtungen der Akademie der Wissenschaften verstärkt in Verbundprojekte zum Thema Informatik ein. Dazu werden den beteiligten Forschergruppen aus der ehemaligen DDR in diesem Jahr nahezu zehn Millionen Mark zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des "Zukunftskonzepts Informationstechnik" der Bundesregierung fördert das Forschungsministerium gegenwärtig insbesondere die Bereiche künstliche Intelligenz, Neuroinformatik, Parallelverarbeitung und Softwaretechnologie.

Um möglichst bald zu einer Harmonisierung der Forschungsarbeiten im vereinten Deutschland zu gelangen, wurden die ostdeutschen Institute zumeist in bestehende oder gerade entstehende Verbundprojekte integriert, wobei aber die Federführung in den Händen der westlichen Partner liegt.

Nach Angaben des Forschungsministeriums sind seit der Vereinigung 20 ostdeutsche Projektgruppen in zehn Informatik-Verbundvorhaben eingebunden worden.

Acht Teams arbeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz, fünf in der Neuroinformatik, drei in der Parallelverarbeitung und vier in der Softwaretechnologie.

Das Institut für Künstliche Intelligenz in Berlin ist beispielsweise maßgeblich an der Entwicklung eines bedarfsgerechten und effizienten Lisp-Programmiersystems für Anwendung und Forschung beteiligt. Die Technische Hochschule IImenau, die TH Leipzig und das Institut für Automatisierung Berlin arbeiten an einem Verbundprojekt zur wissensbasierten Prozeßkontrolle.

Angesichts der hohen Bewertungsmaßstäbe, die an Institute angelegt werden, die sich um EC-Fördergelder bewerben, hob das BMFT besonders die Leistung der TU-Dresden hervor, der es gelungen sei, in das europäische Verbundprojekt "Eureka Software Factory" aufgenommen zu werden. Die Software Factory verfolgt das Ziel, Grundlagen der industriellen Softwareherstellung zu verbessern und zu vereinheitlichen.

Als weitere wichtige Voraussetzung zur Einbindung ostdeutscher Forschergruppen in die hiesige Informatikforschung betrachtet das Riesenhuber-Ministerium den seit wenigen Monaten in Ost-Berlin tätigen BMFT-Projektträger.

Mit dieser Einrichtung der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) stünden Mitarbeiter zur Verfügung, die mit dem Informatikpotential in den neuen Bundesländern bestens vertraut sind.