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25.09.1987 - 

Softlab setzt auf Facilities Management:

BMW beteiligt sich am Software-Geschäft

MÜNCHEN (dow) - Eine Minderheitsbeteiligung von zunächst zehn Prozent hat die Bayerische Motorenwerke AG an der Softlab GmbH, München, erworben. Der Autohersteller versteht sein Engagement beim Hersteller der Produktionsumgebung Maestro als Teil eines langfristigen Programms, in Zukunftsmarkte zu investieren.

Obwohl für das Geschäftsjahr 1987 eine Option auf weitere 18 Prozent Beteiligung besteht, verneinen Sprecher beider Firmen eine völlige Übernahme des Softwarehauses von BMW für die Zukunft. Die unternehmerische Unabhängigkeit von Softlab werde durch die Verträge nicht berührt. Anders als die Daimler Benz AG, die über ihre Tochter AEG das Aachener Softwarehaus GEI aufkauft, haben die Münchener nach Angaben eines Sprechers kein Interesse daran, ,in großem Stil ins Softwaregeschäft einzusteigen".

Die 1971 gegründete Softlab GmbH verspricht sich von der Zusammenarbeit mit dem Autohersteller einen Synergie-Effekt, besonders für das Auslandsgeschäft und den Aufbau der Tochtergesellschaften. Darüber hinaus sei die finanzielle Stärkung der Softlab ein wichtiger Schritt, zu der langfristig geplanten Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft und dem Gang an die Börse.

Geschäftspartner für die nächsten fünf Jahre sind die BMW AG und die Softlab GmbH auch bei der Errichtung eines "Centers of Competence" in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Rahmen dieses Vertrages über 35 Millionen Mark wird Softlab ein Entwicklungsteam mit 80 eigenen und 20 Spezialisten von BMW einsetzen. Ein Sprecher von Softlab erklärte die Organisation dieser Zusammenarbeit damit, daß sein Unternehmen nach dem amerikanischen Vorbild des "Facilities Management" Dienstleistungen verkaufe.

Anders als zum Beispiel die Electronic Data Systems, die in bezug auf die Muttergesellschaft General Motors einen Full-Service leistet, beschränkt sich Softlab jedoch darauf, "sämtliche Tätigkeiten und Voraussetzungen für die Software-Entwicklung vom Design bis hin zur Installation zu übernehmen", formulierte ein Unternehmenssprecher die Politik des Hauses.

Für das kommende Geschäftsjahr planen die Softwerker, drei weitere Centers of Competence im Kundenauftrag einzurichten. Das derzeit 340 Mann starke Unternehmen kann für das gerade vergangene Geschäftsjahr ein Umsatzplus um 20 Prozent auf insgesamt 85 Millionen Mark vorweisen. Darin enthalten sind auch die Umsätze der Tochtergesellschaften in Österreich und den USA.