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07.07.1995

BMW-Manager fordert mehr Medienkompetenz von Mitarbeitern Umgang mit Multimedia muss Teil der Bildungsarbeit werden

HANNOVER (CW) - Mitarbeiter fuehlen sich von Multimedia ueberfordert. Deshalb muesse kuenftig jeder Beschaeftigte, so die Forderung des BMW-Managers Burkhard Tenbusch, Medienkompetenz erlangen, um "autonom an einer Multimedia-Station in der kuenftigen virtuellen Welt lernen zu koennen".

In einer Zeit, in der Informationen mehr und mehr durch Bilder vermittelt und aufgenommen werden, muessen die Menschen nach Tenbuschs Ansicht in der Lage sein, diese Botschaften zu entschluessen und einzuordnen. Um dieses Ziel zu erreichen, benoetigten sie Medienkompetenz. Dies sei nach der Definition des Muenchner Personal- und Bildungsexperten "die Faehigkeit, mit Medien paedagogisch, technisch, didaktisch, methodisch und oekonomisch sinnvoll umzugehen". Und so wie das Autofahren nur durch Praxis zu erlernen sei, lasse sich Medienkompetenz nur durch den aktiven Umgang mit neuen Medien erwerben.

Diese muessen nach Tenbuschs Meinung, die er anlaesslich des Fachpressetages zur Messe "Qualifikation" in Hannover aeusserte, zum "integralen Bestandteil der Bildungsarbeit werden", um das eigenverantwortliche Lernen zu unterstuetzen.

In grossen Unternehmen koennten sich die Mitarbeiter bereits heute ueber ein breites Themenspektrum via neue Medien wie computergestuetzte interaktive Videoschulung oder Video- und Satellitenkonferenzen informieren. Fuer die optimale Nutzung dieser Angebote seien allerdings weniger die technischen Moeglichkeiten ausschlaggebend. Bei der Gestaltung multimedialer Lernumgebungen komme es letztlich darauf an, "die Auswahl von didaktischen Grundorientierungen und Methoden auf die aktuellen Bedingungen, auf die Zielgruppe sowie auf die Ziele und Inhalte der jeweiligen Qualifizierung abzustimmen".

Tenbusch moechte gerne die Grenzen zwischen Arbeits- und Weiterbildungsprozess aufheben. Dies koenne durch ein sogenanntes Informations- und Qualifizierungsnetzwerk geschehen, das sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt. Diese koennen teils aus neueren Medien wie PC und CD-ROM, aus traditionellen wie Videokassette und Buch oder auch aus der Arbeit mit Menschen, also Trainern sowie Kooperationsteams, bestehen. Der BMW- Bildungsexperte ist sicher, dass ein solches Netzwerk die Weiterbildung als "permanenten, konstruktiven und kooperativen Prozess" foerdert und es auch erlaubt, bereits bestehende Erfahrungen einzubeziehen.

Tenbusch nennt fuenf Bedingungen fuer erfolgreiche Multimedia- Schulung:

- Erarbeiten von paedagogischen Konzepten,

- Gruendung von "Know-how-Umschlagplaetzen" vor allem fuer die Mediennutzung in kleinen und mittleren Betrieben,

- Zusammenschluss von Herstellern, Anwendern und Bildungsexperten in Netzwerken,

- Durchfuehrung gemeinsamer Projekte und weniger Einzelversuche in den Unternehmen und

- bessere Nutzung vorhandener Ressourcen wie ISDN.

Lernen mit Multimedia wird auch ein Schwerpunkt der Messe Qualifikation sein, die vom 19. bis 22. September 1995 in Hannover stattfindet (siehe Kasten). Die Veranstalter rechnen mit

etwa 500 Ausstellern und zirca 20000 Besuchern, was gegenueber dem Vorjahr ein leichtes Plus bedeutet (460 Aussteller, 16 000 Besucher).