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09.09.2015 - 

Motorrad-Navigationsgerät

BMW Motorrad Navigator V im Test

Einen seiner ersten Artikel schrieb René Schmöl, Jahrgang 1982, mit 16 Jahren für die Tageszeitung Freies Wort. Es war ein Interview mit Hape Kerkeling. Dieser Erfolg motivierte ihn, weiterzumachen. Nach sieben Jahren im Lokaljournalismus und einer Ausbildung zum Verlagskaufmann folgte ein Volontariat bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Die zwei aufregendsten Jahre seines Lebens. Seit 2007 ist Schmöl in unterschiedlichen Positionen für IDG tätig. Momentan als Chef vom Dienst Online. Er kümmert sich um das Portal cio.de.
Für Motorrad-Fahrer ist oft der Weg das Ziel. Doch wer bei Touren in unbekannte Regionen nicht die Karte bemühen will, greift zum Navigationsgerät. Wir haben den BMW Navigator V eine Woche lang getestet.

Der BMW Motorrad Navigator V mit 5 Zoll-TFT-Display ist als bluetoothfähiges GPS-Navigationsgerät sowohl auf Touren über Europas Straßen oder im Gelände-Einsatz einsetzbar. BMW bietet das Navigationsgerät wahlweise mit vorinstallierten Kartendaten für Europa, Nordamerika oder ohne vorinstallierte Karten an. Wer die Version mit vorinstallierten Karten wählt, erhält lebenslangen Zugriff auf Updates.

Zur Routenplanung am Desktop steht das Tourenplanungsprogramm BaseCamp als kostenloser Download oder alternativ als Installationsdatei auf dem Gerät zur Verfügung. Die Speicherkapazität des Navigator V lässt sich über einen zusätzlichen SD-Kartensteckplatz von 8 GB auf bis zu 64 GB erweitern.

Navigation

Die Trip-Technologie im Navigator V ermöglicht die Erstellung von längeren und detaillierten Touren mit so genannten "Shaping-Punkten" pro Trip. So erfolgen die Navigationsansagen - z.B. via Bluetooth über das BMW Motorrad Kommunikationssystem - teilweise mit sichtbaren Orientierungspunkten. Also statt beispielsweise "In 100 Metern rechts abbiegen" hört man "biegen Sie vor der gelben Kirche rechts ab".

Die Funktion "kurvige Strecke" zeigt einen anderen Weg zum Ziel und berücksichtigt dabei nach Möglichkeit eine Verbindung mit Kurven. Für die Offroad-Navigation bietet der Navigator V eine Kompassanzeige.

Karte

BMW Navigator V: Anzeige der Fahrtroute
BMW Navigator V: Anzeige der Fahrtroute
Foto: Rene Schmöl

Die Kartenanzeige ist zoombar und bietet Features wie einen Fahrspurassistenten und eine 3D-Gebäude-Darstellung in vielen Städten oder Photo-Navigation: Bei den im Gerät hinterlegten geocodierten Bildern kann man per Klick sofort dorthin navigieren. Ein Reisecomputer ist ebenso integriert wie die Home-Funktion zur schnellen Routenberechnung nach Hause oder Offroad-Wegpunkt-Luftliniennavigation.

Optional steht der Garmin Smartphone Link für Informationen während einer Tour zur Verfügung. Der Download der kostenlosen Smartphone Link App steht sowohl über den Google Play Store als auch über den iOS App Store zur Verfügung. So können nach dem Pairing von Smartphone und Navigator V frei verfügbare Inhalte, wie beispielsweise "Basic Weather", und wahlweise kostenpflichtige Live-Dienste, wie Stauinformationen in Echtzeit und detaillierte Wetterberichte, abgerufen werden. Der Navigator V ist kompatibel mit der kostenlosen Routenplanungs-Software BaseCamp von Garmin. Mit ihr können Routen, Wegpunkte und Tracks am Computer festgelegt und auf das Navigationsgerät übertragen werden.

Bedienung

Dank der 4 Tasten und dem drucksensitiven Display des Navigator V kann es auch mit Motorrad-Handschuhen während der Fahrt bedient werden. Bei den BMW-Modellen R 1200 GS und K 1600 GT / GTL lassen sich auch einige Funktionen direkt über einen Multi-Controller links am Lenker ansteuern.

Akku

Der BMW Motorrad Navigator V ist mit einem integrierten, austauschbaren Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der das Gerät bis zu vier Stunden mit Strom versorgt. Während der Fahrt erfolgt die Aufladung des Akkus über das Bordnetz. Abseits des Motorrads erfolgt der Ladevorgang über Mini-USB am Computer oder über das optionale Ladegerät.

Weiterer Nutzen

BMW Navigator V mit Tasche und PKW-Montagekit.
BMW Navigator V mit Tasche und PKW-Montagekit.
Foto: BMW AG

Optional weist der Navigator V mit dem PKW-Montagekit auch im Auto den Weg. Im Wageninneren kann der Fahrer das Navigationssystem mit dem in der Halterung integrierten Lautsprecher und Mikrofon als Freisprecheinrichtung für Bluetooth-Mobiltelefone benutzen.

Zubehör

BMW liefert den BMW Motorrad Navigator V mit einem Micro-USB-Kabel, einer Tragetasche, Schraubenzieher sowie lebenslangen Karten-Updates aus (nur Europa und Nordamerika Variante).

Fazit

Positiv aufgefallen ist der Akku, der die angegebenen vier Stunden locker durchhält. Bei hoher Sonneneinstrahlung ist das Display jedoch schlecht ablesbar. Das ist mehrfach aufgefallen. BMW betont zwar, die Sonnenlicht-Ablesbarkeit im Vergleich zum Vorgänger verbessert zu haben. Doch reicht das noch nicht aus. Weiterhin wirkt die Kartendarstellung etwas in die Jahre gekommen. Das Display könnte zudem gern doppelt so groß sein - so groß wie in aktuellen BMW Automobilen. Das Display im aktuellen 6er BMW ist mit 10,2 Zoll beispielsweise doppelt so groß.

Blick aus dem Visier des eigens für den BMW 3.0 CSL Hommage R konzipierten Fahrerhelms.
Blick aus dem Visier des eigens für den BMW 3.0 CSL Hommage R konzipierten Fahrerhelms.
Foto: BMW AG

Aber eigentlich gehört die Navigation sowieso direkt ins Helmvisier. Ein Blick zum Konzeptcar BMW 3.0 CSL Hommage R zeigt, in welche Richtung es geht. Das Visier übernimmt im Helm die Anzeigefunktionen und projiziert situationsrelevante Informationen wie Geschwindigkeit, Gang und Drehzahl in den direkten Sichtbereich. Die Integration von Navigationsinformationen fern einer Rennstrecke wäre technisch auch noch machbar. Den Ansatz des bei BMW bereits in Serie verbauten Headup-Displays sollte auch BMW Motorrad aufgreifen. Andere Hersteller wie Skully sind da schneller und bieten ab Dezember 2015 so einen Motorrad-Helm an.

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