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16.10.1987 - 

Bangemann-Ministerium nutzt VDMA-Tagung zur Stellungnahme:

BMWi unterstützt Liberalisierung der Post

BONN (ab) - Die Öffnung der Telecom-Märkte für private Anbieter reicht nicht aus. um eine größere Vielfalt an innovativen Diensten zu erreichen, konstatierte jetzt Ludolf von Wartenberg, parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium, auf der Jahrestagung der VDMA-Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik.

Die Bedingungen für den Wettbewerb zwischen der Post und privaten Betreibern müßten ausgewogen sein, forderte von Wartenberg; auch das Problem der Quersubventionen zwischen Wettbewerbs- und Monopolbereich bedürfe noch der Klärung. Statt sich im "akademischen Streit über Definitionen" zu verlieren, so der Staatssekretär, solle ein Warenkorb von Dienstleistungen erstellt werden, der Tourismus, Transportwesen, Telekommunikation sowie Bau-, Consulting- und Finanzdienstleistungen enthalte. Damit hat dieses Ressort erstmals seit der Vorstellung des Berichts über die Telekommunikation offiziell Stellung zu dem Papier der Regierungskommission bezogen.

Im Rahmen der gleichen Veranstaltung räumte der neugewählte Vorsitzende der VDMA-Fachgemeinschaft, Horst Nasko von der Nixdorf AG, Produktionseinbußen von rund acht Prozent ein. Wesentlich beeinflußt habe dieses Ergebnis die Fertigung von Speichereinheiten, die um 23 Prozent gesunken sei. Auch der Produktionswert der Kommunikationstechnik habe sich in den Monaten von Januar bis Juli um 6,5 Prozent verringert.

Dennoch besteht nach Ansicht von Nasko "kein Grund für Pessimismus" über den Geschäftsverlauf der im VDMA-Fachbereich zusammengeschlossenen Unternehmen. Gleichwohl habe man beim Export ebenfalls in der ersten Jahreshälfte Rückschläge hinnehmen müssen, formulierte Nasko: "Dies läßt sich im wesentlichen auf die verschlechterte Marktsituation in den USA, Australien und den Ländern der EFTA zurückführen." Die Importe von büro- und informationstechnischen Produkten wuchsen um rund zwei Prozent, wobei die Lieferungen aus Fernost und Großbritannien stark gestiegen sind, die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten aber stagnierten. Dazu Horst Nasko: "Wir rechnen damit, daß bereits zum Ende diese Jahres die USA auf den zweiten Platz unserer wichtigsten Importländer zurückgefallen sein werden."

Positiv entwickelte sich der Software-Markt, auf dem sich seit 1982 kontinuierlich Zuwachsraten von etwa 20 Prozent verzeichnen lassen, berichtete der frischgebackene Fachgemeinschafts-Vorsitzende. Damit läge das Volumen für Software bereits in diesem Rechnungsabschnitt nahe dem Wert der büro- und informationstechnischen Hardware. Mit diesem Kopf-an-Kopf-Rennen von harter und weicher Ware hatten Branchenkenner erst für 1990 gerechnet.