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06.09.1991

Börsenaufsicht: Miniscribe unter Anklage

WASHINGTON (CW) - Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat Mitarbeiter der Miniscribe Corp. aus Denver/Colorado des Betrugs angeklagt. Der Hersteller von Plattenlaufwerken soll in seinen Jahresabschlüssen zwischen 1986 und 1988 den Nettoprofit um insgesamt gut 58 Millionen Dollar künstlich aufgebläht haben.

Zehn Mitarbeiter des Unternehmens sollen sich durch den Verkauf überbewerteter Aktien persönlich bereichert haben. Das meldet die amerikanische Nachrichtenagentur "United Press International". Außerdem heißt es weiter, beschuldige die Behörde elf Miniscribe-Manager, insgesamt 290 000 Dollar als Bonus für die Manipulationen kassiert zu haben.

Sieben Beschuldigte, so die SEC, hätten sich einverstanden erklärt, ihre illegal erworbenen Prämien sowie die Gewinne aus den inkriminierten Aktienverkäufen zurückzuzahlen.

Mehrere Manager des Herstellers werden beschuldigt, 1986 vier Millionen Dollar an Fehlbeträgen in den Lagerbeständen verschleiert zu haben. Angeblich brachen die Manager die Koffer der Bilanzprüfer auf und erhöhten den Lagerbestandswert in den Zähllisten. 1987 sollen nicht existierende Lagerbestände bei der US-Mutter ausgebucht und den Werten der Miniscribe-Niederlassungen in Fernost zugeschrieben worden sein.

Die deutsche Miniscribe GmbH war im vergangenen Jahr in der Maxtor Corp. aufgegangen. Der frühere Miniscribe-Geschäftsführer Günter Haardt sah sich zu einer Stellungnahme nicht in der Lage.