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09.07.1999 - 

Hat der Konzern Quartalsergebnisse verfälscht?

Börsenaufsicht prüft Microsofts Buchhaltung

MÜNCHEN (CW/IDG) - Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht die Buchhaltungspraktiken Microsofts. Hintergrund ist der Verdacht, der Softwarekonzern habe durch unerlaubte Bildung von Rücklagen Quartalsergebnisse verfälscht.

Die Prüfungen der Börsenaufsicht laufen schon seit einigen Monaten. Das räumte Microsofts Finanzchef Greg Maffei in einer Telefonkonferenz mit Analysten ein. In guten Zeiten, so der Vorwurf, habe Microsoft größere Summen in Form von unerlaubten Rücklagen in der Bilanz versteckt. Damit, so Branchenexperten, habe man verhindern wollen, daß nach künftigen schwächeren Quartalsergebnissen der Kurs der Microsoft-Aktie sinkt.

Nach Angaben von Maffei gehen die Untersuchungen der SEC auf Angaben des ehemaligen Microsoft-Mitarbeiters Charles Pancerzewski zurück. Dieser hatte gegen seine, wie er argumentierte, unrechtmäßige Kündigung durch Microsoft geklagt. Der Prozeß endete im November 1998 mit einem Vergleich. Die Bedingungen wurden nicht veröffentlicht.

In dem Prozeß hatte Pancerzewski unter anderem ausgesagt, er habe Quartalsergebnisse durch die Bildung von Reserven um mehrere Millionen Dollar manipuliert. Nachdem er die Vorfälle einem Vorgesetzten gemeldet habe, sei ihm gekündigt worden. Der Anwalt Pancerzewskis zitierte nach Informationen des "Wall Street Journal" darüber hinaus aus einer E-Mail, die der frühere Finanzchef Microsofts Mike Brown an Firmenchef Bill Gates geschrieben hatte. Darin empfiehlt Brown, "alles zu tun, um die Gewinne zu glätten und den Eindruck einer gleichmäßigen Einnahmen- und Gewinnentwicklung zu erwecken".

Microsofts jetziger Chief Financial Officer Maffei bestreitet diese Vorwürfe. Man habe stets sämtliche relevanten Buchhaltungsgrundsätze eingehalten.