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18.06.1999 - 

Britische Dixons-Gruppe plant Going Public

Börsenfieber greift auf europäische ISPs über

MÜNCHEN (CW) - Die europäischen Internet-Firmen zieht es an die Börse. Phantastische Kursgewinne US-amerikanischer Online-Unternehmen schüren auch auf dem alten Kontinent die Hoffnungen auf das schnelle Geld. Doch die anfängliche Euphorie kann angesichts fallender Kurse schnell in Katerstimmung umschlagen, orakeln die Analysten.

Der britische Internet-Service-Provider Freeserve, der zur Dixons-Gruppe gehört, will noch in diesem Jahr seinen Börsengang wagen. Allerdings steht bisher nicht fest, wann dies stattfinden soll und wie groß der Anteil sein wird, den Dixons an die Börse bringen möchte.

Das Internet-Unternehmen Freeserve, das erst vor acht Monaten gegründet worden war, machte Ende letzten Jahres durch seine Angebote mit gebührenfreiem Netzzugang von sich reden. Im Februar dieses Jahres konnte Freeserve bereits über eine Million Kunden verbuchen und überflügelte damit AOL als größten Internet-Provider auf der Insel.

Experten beurteilen Dixons Börsenpläne mit gemischten Gefühlen. Nach Ansicht von Ian McDonald, Analyst bei Charterhouse Securities, ist der Höhepunkt der Internet-Euphorie längst überschritten. So neigten sich die Kurskurven von Unternehmen wie AOL oder Amazon inzwischen wieder deutlich nach unten. Ferner sei es zweifelhaft, ob sich das Geschäft mit dem freien Internet-Zugang überhaupt noch lange rechne. Außerdem habe das Modell durch seinen Anfangserfolg bereits Nachahmer auf den Plan gerufen. Konkurrenzanbieter werden Freeserve in Zukunft das Leben schwerer machen.

In Deutschland gibt es Pläne der Telekom, den Internet-Provider T-Online an die Börse zu bringen. Allerdings hat der mit über drei Millionen Zugängen größte Internet-Anbieter Europas Probleme. Finanzanalyst Peter Roe von der in Paris angesiedelten Paribas-Bank vermutet, daß T-Online 1998 Verluste von mehreren hundert Millionen Mark hinnehmen mußte. Die Telekom weist die Zahlen für T-Online in ihrer Bilanz nicht aus.