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01.04.1983 - 

Bisher Auftragsplus von 48 Prozent gegenüber 1982:

Börsengenüsse mit Philips Daten

WIEN (eks) - Fast hätte es zum Umsatzmilliardär gereicht: 1982 schaffte Philips Data einen Umsatz von 962 Millionen Schilling und damit einen Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Österreich-Geschäft erwies sich damit als im wesentlichen unempfindlich gegen die allgemeine Wirtschaftslage.

Erstmals machte der Anteil der Dienstleistungsaktivitäten mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, aus. Der Personalstand blieb mit etwa 770 Mitarbeitern stabil, was eine beträchtliche Produktivitätssteigerung ausweist.

Als ihren Hardware-Bestsellerbezeichnen die Philips-Leute das System P4000, von dem pro Arbeitstag eine Anlage ausgeliefert wurde. Insgesamt sind jetzt mehr als 8000 Philips-Computer installiert.

Überdurchschnittlich dürfte der Umsatzzuwachs bei der Textverarbeitung gewesen sein. Philips gibt ihn mit rund 15 Prozent an. Eine kürzlich veröffentlichte Diebold-Marktstudie zeigt Philips als Marktführer bei den TV-Einsatzplatzsystemen (CW Nr.9/83).

Während die Zahl der P2000-Mikros verdoppelt werden konnte, lief es bei den Bankterminals nicht so gut. Erstmals ging der Umsatz zurück. Die Gesamtzahl der installierten Bankterminals gibt Philips mit etwa 4000 an. Infolge guter Auftragseingänge im Projektgeschäft verspricht man sich für 1983 wieder eine Steigerung.

Der Softwareumsatz stieg um 16 Prozent. 80 Branchenpakete sollen verfügbar sein. Karl Kanzler, Leiter der SW-Produktion, verweist stolz auf 2000 Mannjahre akkumulierten Entwicklungsaufwands und Erfahrung im MDT-Geschäft seit 1966. Von den 240 Mitarbeitern seiner Abteilung sind 170 produktiv an Softwareprojekten tätig. Etwa die Hälfte des Aufwands entfällt auf Entwicklung und Wartung, die andere Hälfte auf Installationsunterstützung, benutzerspezifische Anpassung und Schulung. Von 30 Millionen im Jahr 1981 stiegen die Investitionen in Applikationen und Betriebssysteme auf 50 Millionen im Vorjahr.

Stolz ist Kanzler auch auf die Leistungen der SW-Wartungsverträge. Philips bietet hier für rund 20 Prozent der "Bibliothekspreis" genannten Einmalkosten jährlich nicht nur die laufende Anpassung an gesetzliche Änderungen, sondern auch die Archivierung benutzereigener Programmversionen entsprechend den Grundsätzen ordentlicher Buchführung.

Generaldirektor Adolf Hofstätter fühlt sich bei einem Hardwareauftragsbestand von plus 48 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres " zu optimistischer Einschätzung der Geschäftsentwicklung" berechtigt. Auch Österreichs Banken teilen diese Einschätzung. Einige der Genußscheinfonds haben Philips-Data in ihr Portefeuille aufgenommen. Da man den Bankern derzeit nachsagt, diese neue Form der Geldanlage durch Auswahl gewinnsicherer Unternehmen populär machen zu wollen, stellt dies Philips Data Systems ebenfalls ein gutes Zeugnis aus.