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22.01.2007

Börsennotiert - und jetzt?

Am 7. Januar 2007 hat die Anycom Technologies AG den Gang an die Börse gewagt. Jetzt will der Zubehörhersteller die Auslandsexpansion vorantreiben.

Von Beate Wöhe

Oliver Hoeck, Vorstand für Finanzen und Organisation bei der Anycom Technologies AG, ist zufrieden. Immerhin hat am 7. Januar 2007 der von ihm vorbereitete Börsengang seinem Arbeitgeber 4,8 Millionen Euro in die Kasse gespült. Jetzt heißt es für Anycom, mit dem Geld gewinnbringend zu arbeiten. Die zusätzliche Liquidität gibt dem Hersteller von Bluetooth-Peripheriegeräten zum Beispiel Spielraum, den Personalstamm von derzeit 19 Mitarbeitern aufzustocken. Gleichzeitig soll laut Hoeck auch weiterhin in die Produktentwicklung investiert werden. Für diesen Part ist Walter Daguhn, ebenfalls Vorstand und seit der Firmengründung im Jahr 2003 der technische Kopf des Unternehmens, zuständig. Für die kommenden Jahre sieht Hoeck die ITK- und UE-Industrie als klare Treiber für die Bluetooth-Technologie.

Bluetooth und Consumer Electronics

Mit dem Einzug des für Anfang 2008 geplanten Bluetooth-Standards 2.1 erwartet der Anycom-Vorstand durch den dann erhöhten Datendurchfluss von bis zu 160 Megabit erweiterte Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für das Übertragen von hochauflösenden Videosequenzen. Den Schwerpunkt hat Anycom auch bereits im vergangenen Jahr auf Produkte für den CE-Markt gesetzt: Bluetooth-Stereolautsprecher, ein Bluetooth-Adapter für den iPod nano sind nur zwei davon. Ein neues Produkt ist der "FIPO" (siehe Kasten). Dieses Gerät lässt erahnen, in welche Richtung Anycom seine Fühler ausstreckt: Es ist der Eintritt in die Kfz-Hi-Fi-Elektronik.

Doch nicht nur im Produktsegment, sondern auch auf der Landkarte streckt Anycom die Fühler aus. Seit April 2006 sind die Produkte über zwei Distributoren in UK erhältlich. Auch in Italien und Portugal ist Anycom über Großhändler vertreten. Besonders stolz ist Hoeck über den permanenten Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit verschiedenen namhaften amerikanischen Retail-Gruppen, die zusammen über mehrere Tausend Outlets verfügen. Und bei diesem Thema kommt wieder der Börsengang ins Spiel. Ein Teil der zusätzlichen Liquidität soll in die Finanzierung großer Aufträge investiert werden. "Wir müssen die Kraft unserer Produkte auf die Straße bringen", sagt Anycom-Vorstand Hoeck. Dann soll es auch mit der für Ende 2007 geplanten Profitabilität klappen.