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24.02.1984

Börsenspots

In einer internationalen Aktienauswahl zählt die Deutsche Spar- und Kreditbank AG (DSK-Bank) in München folgende Technologien auf, die nach ihrer Meinung in absehbarer Zeit eine gute bis stark überdurchschnittliche Ertragsentwicklung aufweisen werden: IBM, NCR, Wang Laboratories, Siemens, Hitachi, Matsushita Electric Industrial, NEC und Fujitsu.

Die Aktien der aus dem ehemaligen Konzern American Telegraph & Telegraph ausgegliederten Regionalgesellschaften sowie der neuen AT&T hält Merrill Lynch unter langfristigen Gesichtspunkten ausnahmslos für kaufenswert. Uneingeschränkte Kaufempfehlungen erteilt der Broker kurzfristig orientierten Anlegern aber nur für Ameritech, Nynex, Southwestern Bell und US West.

Eine Neubewerbung der Olivetti-Aktie erscheint der Bank für Gemeinwirtschaft gerechtfertigt, vor allem weil das Unternehmen eine überdurchschnittliche Marktstellung im Bereich Informatik/Datenverarbeitung anstrebe. Die Bank hebe auch die zukunftsträchtigen Folgen der Beteiligung, die American Telephone & Telegraph an dem italienischen Konzern eingegangen ist, hervor. Nicht zuletzt meint die BfG, daß die für die Jahresmitte geplante Einführung der Olivetti-Aktie in der New Yorker Börse dem Papier neue Impulse bringen könnte.

Leerverkäufe in den Aktien von Apple Computer sollten nach Meinung von Shearson/American Express jetzt nicht mehr getätigt werden. Der Broker begründet die Rücknahme seiner Empfehlung für die Baissiers mit der Möglichkeit, daß Ertragserwartungen aus dem Absatz des Macintosh-Gerätes bei optischer Betrachtung einen Kurs von bis zu 40 Dollar rechtfertigen könnten. Andererseits gebe es aber auch Aspekte, die rechnerisch einen Kursverfall] auf 15 Dollar anzeigten. Auf mögliche negative Überraschungen stellt sich Shearson beim Absatz der Apple-II/III-Familie ein.

M.A.I. hat kürzlich den Abschluß eines Vertrages mit Federal Express über das Engagement im Mikrowellenbereich des neuen Netzwerkes dieser Gesellschaft bekanntgegeben. Die Bedeutung dieses Geschäfts liegt nach Ansicht des Brokerhauses Shearson/American Express nicht so sehr im Umfang, der bis jetzt noch nicht genannt wurde, sondern darin, daß eine Erstattung der Kommunikationskosten für Datenbankabfragen vorgesehen ist. Die Auswirkungen dieses Vertrages werden aber voraussichtlich erst im Finanzjahr 1985 spürbar werden. Die Gewinnschätzung des Brokers für das laufende Geschäftsjahr zum 30. September wurde nach dem jüngst veröffentlichten Quartalsergebnis von 0,17 Dollar je Aktie um 0,05 Dollar nach unten korrigiert, und zwar auf 0,95 bis 1,05 Dollar. Dies wird im wesentlichen mit der Zusammensetzung des Quartalsergebnisses begründet. Nach wie vor wird der Titel jedoch massiv zum Kauf empfohlen.

Die Aktie von Standard Microsystems wird vom Brokerhaus Merrill Lynch mittelfristig für kaufenswert gehalten und langfristig uneingeschränkt zum Kauf empfohlen. Man rechnet nämlich damit, daß die Nachfrage nach den kundenspezifischen Erzeugnissen des Unternehmens im Bereich der Halbleiter, die etwa 80 Prozent der Produktpalette ausmachen, explosionsartig zunehmen wird. In diesem Zusammenhang könnte allerdings die Frage der Kapazitäten zum kritischen Punkt für die weitere Entwicklung des Unternehmens werden. Merrill Lynch glaubt aber, daß es Standard Microsystems trotz der Kapazitätsbeschränkungen gelingen wird. Im Finanzjahr 1985 Gewinn- und Umsatzsteigerungen von 42 beziehungsweise 56 Prozent zu erzielen. Der Broker verweist bei seiner Empfehlung zudem auf die hervorragende Bilanzposition und die erwarteten beachtlichen Kurssteigerungschancen.

Die Kurse amerikanischer Technologieaktien nähern sich nach Meinung von Dean Witter Reynolds jetzt langsam wieder einem Bewertungsniveau, das kurz vor Beginn der steilen Hausse in Wall Street im Sommer 1982 herrschte. Der Broker empfiehlt daher, zum Kauf aufgewählter Papiere dieser Gruppe zu schreiten, zumal sich bei einer Tendenzwende nach oben hin bald herausstellen könnte, daß diese Aktien wegen unzureichenden Angebots rasch weit überdurchschnittlich anziehen.

Scharf zurückgenommen hat Bache Securities seine Einstufung der Aktien von Computer Memories (CMIN). Die Ertragsentwicklung sei im letzten Geschäftsquartal erneut so enttäuschend verlaufen, daß das Vertrauen der Anleger in die Unternehmensführung stark leide. Der Broker hebt besonders auch Verluste bei einer Betriebsstätte in Singapur und hohe Kosten aus einem noch nicht beendeten Rechtsstreit mit Quantum Corp. hervor. Unter kurzfristigen Aspekten rät Bache zum Verkauf von CMIN.

Kaufempfehlungen erteilt Moseley Hallgarten Estabrook & Weeden für folgende Technologiewerte: American Security Corp., American Telephone & Telegraph, Ameritech, Bell Atlantic, "Siemens noch immer preiswert?" überschreibt die Norddeutsche Landesbank Girozentrale eine kritische Betrachtung, in der daran erinnert wird , daß diese Aktie nunmehr seit zwei Jahren zur ständigen Anlageempfehlung des Instituts zählt. Die Bank kommt zu dem Schluß, daß das Papier noch immer ungewöhnlich preiswert sei. Ein gewisses Hemmnis für die Kursentwicklung könne die wenig aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik des Unternehmens sein. Andererseits dürfte Siemens im Falle zunehmender Auslandskäufe wegen Spekulationen auf eine Aufwertung der D-Mark zu den Hauptfavoriten gehören.

Die Aktie von Prime Computer wird nach Ansicht des Brokerhauses Shearson/American Express auf kurze Sicht kaum aus der Kursspanne von 15 bis 20 Dollar je Aktie ausbrechen. Die Aussichten für ein deutliches Umsatzwachstum bei den Spitzenprodukten stehen gut. Der anhaltende Preiskampf läßt jedoch darauf schließen, daß sich die voraussichtliche Verbesserung der Bruttogewinnspannen im Verlauf des kommenden Jahres im positivsten Fall abschwächen von 1,05 Dollar für 1984 und 1,40 Dollar für 1985 fest.

Aufgrund der Erwartungen seiner Strategieabteilung hat Prudential-Bache die Einstufung der IBM-Aktie unter kurzfristigen Gesichtspunkten nach unten korrigiert. Der Broker rät jetzt nur noch zum Aufbau von Positionen. Langfristig hält er jedoch an seiner massiven Kaufempfehlung von Prudential-Bache verfolgten Technologiewerten. Das Vertrauen in die weitere Gewinnentwicklung ist immer noch groß, und das Unternehmen scheint für eine angenehme Überraschung gut zu sein, so daß Umsatz- und Gewinnwachstum höher ausfallen könnte, als derzeit erwartet wird.

Die Hersteller von Peripherie für Mikrocomputer trifft nach wie vor das volle Ausmaß der Enttäuschung der Anleger hinsichtlich dieser Aktiengruppe. Diese Ansicht vertritt das Brokerhaus Prudential-Bache in einer kurzen Betrachtung des Industriezweiges, die führenden Unternehmen können jedoch nach wie vor eine sehr beachtliche Nachfrage für alle Produktkategorien verzeichnen. Von Druck auf Gewinne und Produktionsauslastung ist bis jetzt noch nichts zu spüren. Dennoch hat der Broker die kurzfristige Einschätzung der Aktie von Rodime PLC nach unten korrigiert und nimmt jetzt eine neutrale Haltung ein. Bei Tandon Corp. heißt die kurzfristige Empfehlung nicht mehr massiv kaufen, sondern nur noch kaufenwert. Unter langfristign Gesichtspunkten ist die Beurteilung jedoch nach wie vor sehr positiv. Prudential Bache betont ausdrücklich, daß die Korrektur nach unten lediglich mit einer gewissen Vorsicht hinsichtlich der Marktbewertung zusammenhängt und keinen Vertauensverlust in die günstigen fundamentalen Faktoren bedeutet.