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12.10.1984

Börsenspots

Merrill Lynch hat seine massive Kaufempfehlung für die Aktie von Motorola zurückgenommen und hält den Titel jetzt nur noch für "Kaufenswert". Als Begründung wird eine schwächere Geschäftsentwicklung im Bereich Zelltelefone angegeben. Nach wie vor wird die Aktie von Motorola jedoch für eine solide langfristige Kapitalanlage gehalten.

Vier Mitarbeiter von Texas Instruments, die inzwischen aber nicht mehr alle bei diesem Unternehmen beschäftigt sind, wurden jetzt von der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchance Commission (SEC) angeklagt, weil sie aufgrund von Insider-Informationen mit den Aktien des Unternehmens einen Gewinn von etwa 750 000 Dollar erzielt haben sollen. Die verbotenen Aktientransaktionen haben, wie es heißt, im Jahr 1983 stattgefunden. Kurz bevor Texas Instruments bekanntgab, daß man sich vom Heimcomputermarkt zurückziehen werde und damit einen Quartalsverlust von rund 100 Millionen Dollar hinnehmen müsse.

Bei deutschen Technologiewerten wird die Luft jetzt zusehends dünner, wie die bayerische Hypotheken- und Wechselbank mit Hinweis auf die zurückliegenden kräftigen Kurssteigerungen in dieser Aktiengruppe schreibt.

Amerikanische Halbleiter- und Elektronikaktien sollten nach Ansicht von Dean Witter Reynolds auf dem gegenwärtigen Kursniveau gezielt gekauft werden. Der Broker nennt vor allem die Aktien von Motorola und National Semiconductor.

Falls die Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt anhalten sollte, dürfte besonders unter den Favoriten ausländischer Anleger Siemens das größte Potential nach oben hin aufweisen, meint der "Börsendienst" der Volksbanken/Raiffeisenkassen.

Wang konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zum 30. Juni 1985 eine Zunahme der Aufträge um fast 30 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verbuchen. Mit Fortschreiten des Jahres dürften nach Ansicht von Merrill Lynch die in Kürze erwartete Ankündigung der Textverarbeitungsmaschine 1107 sowie die Ergänzung des Kleinrechner-Angebots und der VS-Reihe im oberen Bereich die Bruttogewinnspannen bei Wang steigern lassen. Dies wird sich dann auch positiv auf das Wachstum des Gewinns je Aktie auswirken. Nach wie vor erwartet man für 1985 einen Gewinn von 1,90 Dollar. Der Titel wird vor diesem Hintergrund zum Kauf empfohlen.

Am amerikanischen Aktienmarkt haben Technologiewerte trotz des scharfen Kursanstiegs, der zwischen dem 20. Juli und dem 10. August zu verzeichnen war, in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen schlechter abgeschnitten als die bedeutenden breitgestreuten Indices. Darauf weist Bache Securities in einer Betrachtung hin. Nur der Kursentwicklung der IBM-Aktie ist es nach Ansicht des Brokers zu verdanken, daß diese Gruppe während des zurückliegenden Quartals nicht noch schlechter abschnitt. Das IBM-Papier stieg im dritten Quartal um 17,5 Prozent.

Commodore hat sich im Laufe des letzten Jahres eine herausragende Stellung am amerikanischen Markt für Homecomputer verschafft. Dies ist nach Ansicht von Merrill Lynch auf das erfolgreiche Zusammenwirken der kritischen Elemente wie ausgezeichnete Akzeptanz durch die Verbraucher, niedrige Produktionskosten und Vertrieb über Warenhausketten zurückzuführen. Für das laufende Geschäftsjahr zum 30. Juni 1985 rechnet der Broker mit einem Gewinn von 6,00 Dollar je Aktie. Dies entspricht einer Steigerung um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie wird als unterbewertet angesehen und daher zum Kauf empfohlen.

Automatix wird von Prudential-Bache zumindest kurzfristig als äußerst risikoreiche Kapitalanlage eingestuft, da sich das Unternehmen derzeit in einer Übergangsphase befindet. Einmal werden auf breiter Front organisatorische Veränderungen vorgenommen. Zum anderen beginnt man die Produktpalette zu ändern. Der Schwerpunkt soll jetzt eher bei bestimmten Anwendungen liegen, als daß die Produkte auf ein breites Spektrum von Einsatzmöglichkeiten zugeschnitten werden. Der Broker hat daher seine Umsatz- und Gewinnschätzungen zurückgenommen und rechnet für das laufende Jahr nun mit einem Verlust von 1,15 Dollar je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 0,20 Dollar im Vorjahr. Kurzfristig wird zum Umtausch der Aktie in andere Titel geraten.

Am deutschen Aktienmarkt sollten vorsichtige Anleger jetzt mit dem allmählichen Abbau von Engagements beginnen, wie die Berliner Bank AG meint. Das Institut begründet seine Empfehlung unter anderem damit, daß bereits ein recht hohes Kursniveau erreicht sei.