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05.08.1983

Börsenspots

Texas Instruments wird nach Meinung von Aktienanalytikern in der zweiten Jahreshälfte 1983 weitere beträchtliche Verluste im Bereich Home Computer hinnehmen müssen. Es sei hier mit zunehmender Konkurrenz und mit einem Preiskampf unter anderem durch Apple, IBM und Atari zu rechnen. Man sei bereit, die Aktie günstiger zu beurteilen, wenn sich das Unternehmen von diesem Produktionsbereich trennen würde.

Commodore International hat seit etwa Mitte Juni einen Kursverlust von in der Spitze rund 20 Prozent hinnehmen müssen. Dafür macht das Broker-Haus Merrill Lynch die Besorgnis der Anleger über die weitere Entwicklung bei den Herstellern von Home Computern verantwortlich. Offenbar erwarte man verbreitet auch Verluste bei Commodore, wenn das jüngste Quartalergebnis in der Woche ab 15. August bekanntgegeben wird. Merrill Lynch hält derartige Befürchtungen aber für unbegründet und empfiehlt die Aktie uneingeschränkt zum Kauf.

Bei amerikanischen Technologieaktien wird nach Meinung des Broker-Hauses Bache in nächster Zeit die Frage, wie zuverlässig die Gewinnentwicklung vorausgesagt werden kann, eine entscheidende Rolle spielen. Aktien, die während der vergangenen Wochen bereits eine Kurskorrektur von 15 bis 20 Prozent durchgemacht haben und jetzt aus fundamentaler Sicht gut nach unten hin abgesichert seien, bergen nach Meinung des Brokers kein nenneswertes Anlagerisiko mehr. Bache empfiehlt unter diesen Gesichtspunkten zum Kauf: Electronic Data Systems, Tandon Corp., Teradyne und Comdial.

Prime Computer hält das Broker-Haus Merrill Lynch langfristig für kaufenswert. Der Kurs der Aktie hat sich gegenüber dem zyklischen Höchstpunkt von rund 30 Dollar inzwischen fast halbiert. Merrill Lynch hält die Tatsache, daß im Juli weitere sechs führende Mitarbeiter aus dem Marketingbereich das Unternehmen verlassen haben, für keine wirkliche Überraschung. Dieser Umstand könne sich aber ungünstig auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Merrill Lynch sieht den eigentlichen Grund für die Schwäche der Aktie im unbefriedigenden Auftragseingang.

Data General will man in Wall Street in Zukunft wesentlich am Erfolg der neuen Produktlinie "Desktop" messen, in die große Hoffnungen gesetzt werden. Es wird die Ansicht vertreten, daß der Erfolg in diesem Bereich über die Zukunft des Unternehmens entscheide.

Die Aktien amerikanischer Hersteller von Halbleitern sind jüngst nach vorübergehender Schwächeneigung zum Teil beträchtlich im Kurs gestiegen. Analytiker führen dies im wesentlichen auf den uneraartet regen Auftragseingang zurück. Bei manchen Unternehmen der Branche seien die Aufträge im ersten Halbjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 150 bis 200 Prozent gestiegen. Derartige Zuwachsraten könnten aber gewiß nicht über einen längeren Zeitraum beibehalten werden. Man bezweifelt in Wall Street auch, daß sich die Hausse dieser Papiere, die sich über die ersten sechs Monate dieses Jahres hinzog, ohne eine Korrektur von 10 bis 20 Prozent fortsetzen kann. Aus diesem Grund empfehlen Broker, Aktien dieser Gruppe nur bei Schwäche zu kaufen. Die mittel- bis langfristigen Kurschancen werden jedoch als gut bis ausgezeichnet eingestuft. Das Broker-Haus Dean Witter Reynolds zählt Monolithic Memories, Motorola, National Semiconductor, Standard Microsystems und Texas Instruments zu seinen Favoriten.

Control Data wird an der Börse jetzt mit einiger Zurückhaltung betrachtet. Ursache ist das Kreditgeschäft der Tochtergesellschaft Commercial Credit vor allem mit Schuldnern in Südamerika. Merrill Lynch rechnet vor, daß rund 265 Millionen des etwa 5 Milliarden Dollar ausmachenden gesamten Kreditvolumens von Commercial Credit an südamerikanische Adresse vergeben worden sind.

"Computerized Entertainment Industry - Commentary from the Consumer Electric Show" lautet der Titel einer Ausarbeitung von Merrill Lynch in englischer Sprache. Besprochen werden neue Produkte und deren mögliche Auswirkungen auf die Aktien von Coleco, Commodore, Mattel, Milton Bradley und Warner Communications. Die Schrift ist über die Niederlassung des Brokers in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart zu erhalten.