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26.03.1999 - 

Böse Überraschung auf der CeBIT

Böse Überraschung auf der CeBIT Nokia-Handies durch D1-Service zerstört

HANNOVER (CW) - Die Technik hat der Telekom-Tochter T-Mobil auf der CeBIT einen bösen Streich gespielt. Ein D1-Service machte mobilen Telefonen der Marke "Nokia 6110" den Garaus. Am CeBIT-Samstag wurde der gerade erst eingeführte Dienst wieder abgeschaltet.

Ratlosigkeit herrschte bei T-Mobil. Der Informationsdienst, der mit Hilfe des Cell Broadcast Service (CBS) regionale Nachrichten vermitteln sollte, hat Nokia-Handies lahmgelegt und zum Teil zerstört.

Der Netzbetreiber konnte sich die Fehlfunktion bis zum Redaktionsschluß nicht erklären. "Der Fehler scheint nur bei bestimmten Produkten aufzutreten, muß aber nicht an dem Endgerät selbst liegen", erklärte Stephan Althoff, Sprecher der Deutschen Telekom.

Bis der CBS am Samstag von der T-Mobil abgeschaltet wurde, hatten sich bereits 40 Handy-Besitzer auf dem CeBIT-Stand des finnischen Herstellers Nokia beschwert. "Mein Telefon ist physikalisch zerstört", beschwerte sich Lutz Becker, Chef der Norman Data Defense Systems GmbH in Solingen. "Es kamen soviele Nachrichten, daß ich nur noch die Batterien entfernen konnte, um der Flut Herr zu werden." Nach dem Wiedereinsetzen blieb das Handy stumm.

Betroffen waren zum Teil auch D1-Kunden, die den Dienst gar nicht bestellt hatten. Immer traf es aber Besitzer der Nokia-Handies 6110, wobei nicht alle Geräte dieser Marke verrückt spielten. Michael Heidemann, Product Manager bei Nokia Deutschland, räumte ein, daß die Fehlfunktion ihren Ursprung auch in einer falschen Implementation von Lucent-Software im Handy haben könnte. Möglicherweise sei es zu Unverträglichkeiten zwischen D1-Service und den Handies gekommen.