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25.11.1998 - 

Gastkommentar

Bohnen für den Server

Andreas Kusserow Informatiker bei der Collegia Unternehmensberatung, Köln

Der Schlachtenlärm ist verklungen, der Glaubenskrieg um den Heilsbringer Java pragmatischer Projektarbeit gewichen. Statt sich in unproduktiven Diskussionen über das Für und Wider der jungen objektorientierten Technologie zu ergehen, untersuchen immer mehr DV-Abteilungen, welchen Mehrwert Java für die eigene IT tatsächlich bringen kann. So ermittelte das amerikanische Marktforschungsunternehmen Forrester Research, daß mittlerweile fast jedes zweite der tausend größten US-Unternehmen Java einsetzt. Dabei liegt der Fokus nach wie vor auf der Client-Entwicklung. Gleichwohl steigt die Zahl derer, die sich die Bohnen auch auf dem Server schmecken lassen wollen. Ihr ehrgeiziges Ziel: Multitier-Architekturen sollen in offene verteilte Systeme überführt werden. Dabei setzen sie auf Javas größten Vorzug: seine Plattformunabhängigkeit. Trotz der Alleingänge von Microsoft tragen Konzepte wie Javabeans, Java Database Connectivity (JDBC) oder Common Object Request Broker Architecture (Corba) Möglichkeiten in sich, die Heterogenität der vorhandenen Plattformen zu überwinden. Hierbei reicht das Spektrum von der Software bis zum Endgerät. Denn: Die Java Virtual Machine (JVM) ist nahezu universell einsetzbar. Wann sich die Vision unternehmensweiter komponentenbasierter Netze mit Java verwirklichen läßt, ist derzeit jedoch schwer vorherzusagen. Vor allem in puncto Performance gilt es weiterhin, Boden gutzumachen, um auch auf rechenintensiven Anwendungsfeldern Fuß fassen zu können. Die jüngsten Produktversionen zeigen allerdings beachtliche Fortschritte. Zukunftsorientierte Unternehmen untersuchen deshalb bereits heute, welche Potentiale Java ihnen eröffnen wird.