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27.09.2002 - 

5.1-Systeme erobern den Multimedia-Bereich

Bombast-Sound am PC

MÜNCHEN (wm) - Krächzende Lautsprecher sind out, auch am PC erfreuen sich aufwändige Soundsysteme wachsender Beliebtheit. Raumklangsysteme wie Dolby Digital und THX bringen in Verbindung mit DVD-Filmen oder Spielen das Kinoerlebnis ins Wohn- und Arbeitszimmer.

Im Kino haben sich aufwändige Klangsysteme schon lange etabliert: Effekte wie der, einen Hubschrauber vermeintlich durch den Raum fliegen zu lassen, gehören dort zur Selbstverständlichkeit. Solche Systeme halten nun auch im Heimbereich Einzug: DVD-Filme und zunehmend auch Computerspiele für PC oder Konsolen unterstützen eine räumliche Klangausgabe. Die alten Stereoboxen haben dabei allerdings ausgedient, Dolby Digital 5.1 - kurz DD 5.1 - setzt komplett neue Hardware voraus.

Raumklang nicht gleich Raumklang

Hinter diesem ominösen Kürzel verbirgt sich zunächst nicht mehr als die Audio-Technik, fünf normale Lautsprecher sowie ein Subwoofer, um die Bässe gemeinsam aufspielen zu lassen. Die Lautsprecher werden dabei vor dem Hörer links, in der Mitte und rechts, hinter dem Zuhörer links und rechts positioniert. Voraussetzung für eine realitätsnahe 3D-Soundausgabe ist die digitale Codierung des Tons und die exakte Ansteuerung der Boxen. Etwas verwirrend für Konsumenten sind die weiteren verfügbaren, jedoch etwas abgespeckten Raumklang-Kategorien. 2.1 steht beispielsweise für zwei Kanäle und einen Subwoofer, 4.0 für vier Boxen.

Einen wichtigen Unterschied bei der Erzeugung der 3D-Töne gibt es zwischen DVD-Filmen und Spielen. Filme enthalten bereits eine festgelegte Positionierung der Töne, die digitalen Klanginformationen müssen also lediglich decodiert werden. Bei Spielen hingegen können sich die Figuren frei bewegen, der Ton muss in Echtzeit errechnet werden. Daher sind hier Soundkarten mit 3D-Sond-Unterstützung gefragt. Als erste Konsole bietet die "X-Box" von Microsoft bereits 3D-Soundeffekte. Für die Nutzung von Dolby Digital muss allerdings ein externer 5.1-Decoder angeschlossen sein.

Generell ist derzeit zwischen 5.1-Systemen mit und ohne Decoder zu unterscheiden. Boxensätze ohne Decoder sind in erster Linie für Hi-Fi-Enthusiasten interessant - sie setzen voraus, dass die Dolby-Digital-Daten bereits in einem vorhandenen Abspielgerät erzeugt und der berechnete Klang nur mehr an die Lautsprecher ausgegeben werden muss. Hi-Fi-Anlagen und hochwertige DVD-Player fallen etwa in diese Kategorie.

Es muss nicht immer teuer sein

Im unteren Preissegment gibt es hier beispielsweise das Boxenset "Subsession Homearena 5.1" von Terratec für etwa 130 Euro. Wer 5.1 hauptsächlich am PC nutzen will, kommt bei einer solchen Kombilösung in Verbindung mit einer passenden Soundkarte am günstigsten weg.

Flexibler sind Anwender mit einem Boxensystem, das einen externen Decoder enthält. Der Vorteil hierbei ist, dass man jedes Audio-Gerät anschließen kann, vom MP3-Player bis zur Spielekonsole.

Logitech und Creative bieten eine breite Palette von Systemen an. So verfügt das im November auf den Markt kommende "Logitech Z-680" unter anderem über eine Dolby-Prologic-3D-Emulation für Musik aus einfachen Stereogeräten. Zudem können gleichzeitig mehrerer 5.1-Geräte angeschlossen und über eine Fernbedienung geregelt werden. Der Preis beträgt stolze 499 Euro. Creative bietet im oberen Segment das "Inspire 5.1 Digital 5700" für 429 Euro an, das zusätzlich noch über USB mit jedem Rechner verbunden werden kann.