Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.01.1978 - 

Hamburger Rechtsprofessor Hans Peter Bull will spätestens Mitte Februar sein Amt antreten

Bonn präsentiert neuen DSB-Kandidaten

HAMBURG/BONN - Das stellenweise unerquickliche Tauziehen um den Bundesbeauftragten für Datenschutz scheint beendet zu sein: Wenn die - in den vergangenen Tagen noch laufende - Sicherheitsüberprüfung keine negativen Erkenntnisse zutage fördert, zieht Dr. Hans Peter Bull, ordentlicher Professor für öffentliches Recht an der Universität Hamburg, spätestens Mitte Februar als erster Bundesbeauftragter für Datenschutz in die seit 1. Juli 1977 verwaisten Büroräume an der Graurheindorfer Straße 198 in Bonn ein.

Der 41jährige Rechtsprofessor muß vom Kabinett zunächst noch förmlich dem Bundespräsidenten vorgeschlagen werden, der den Bundesdatenschutzbeauftragten ernennt. Bull selbst muß seine bisherigen Aufgaben noch abwickeln, so daß sich sein Amtsantritt bis Mitte Februar hinzieht.

Bull hat mit den Datenschutzproblemen 1973/1974 als Deputierter der Hamburger Justizbehörde in der Datenschutzkommission des deutschen Juristentages (bei dem Simitis den Vorsitz führte) enge Bekanntschaft geschlossen. Allerdings hat Bull bereits mit dem Thema seiner Promotion (1963) "Rechtsprobleme der Technisierung der Verwaltung" Fragen angerissen, wie sie beim Datenschutz zu regeln sind. Bull sieht sich in seiner Rolle als Bundesdatenschutzbeauftragter als "Ombudsman", wie er in einem exklusiven Statement für die Computerwoche (Seite 13) formuliert. Er hält das BDSG für einen ersten Schritt in die richtige Richtung, wobei nunmehr "eine praktische Konkordanz zwischen den widerstreitenden Interessen" anzustreben sei.