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09.07.1999 - 

Studie zu den DV-Ausgaben des Bundes

Bonn schnürt den Gürtel bei der eigenen IT-Ausstattung enger

FRANKFURT/M. (CW) - 1999 will die Bundesregierung knapp 1,5 Milliarden Mark für DV-Anschaffungen ausgeben. Das sind 6,3 Prozent mehr als 1998. Damit wächst der Etat schwächer als im Vorjahr, in dem die Ausgaben noch um 19,2 Prozent höher lagen als 1997.

Einer Studie der Unternehmensberatung Vertriebshelfer Krauß GmbH zufolge kommen zu den 1,5 Milliarden Mark noch gesondert ausgewiesene IT-Ausgaben in Höhe von 70 Millionen Mark hinzu. Diese werden für Projekte wie den Informationsverbund Bonn-Berlin (IVBB) sowie die Förderausgaben des Forschungsministeriums veranschlagt.

Der Etat des Verteidigungsministeriums verschlingt dabei interessanterweise mit 507 Millionen Mark rund ein Drittel der Gesamtausgaben, die für Neu- und Ersatzanschaffungen, Aufträge und Dienstleistungen sowie laufende Posten wie Wartung oder Übertragungskosten veranschlagt wurden. Den im Staatsauftrag größten Brocken ergeben die 614 Millionen Mark, die in Hardware- und Softwarelösungen investiert werden sollen. Sie setzen sich zu rund zwei Dritteln aus Erstbeschaffungen zusammen. 330 Millionen Mark werden für Dienstleistungen und Aufträge ausgegeben, wozu auch das Outsourcing gehört. Die öffentliche Hand liegt also voll im Trend, der von der IT-Industrie vorgegeben wird, heißt es in der Untersuchung. Rund 197 Millionen Mark fließen in Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände sowie Wartung. 172 Millionen Mark gibt Bonn für die Miete von DV-Systemen aus, 68 Millionen Mark für die Datenfernübertragung. Bei einem allgemeinen Geschäftsbedarf von 44 Millionen Mark bleiben dann noch 64 Millionen Mark für die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter übrig.

Insgesamt 17,5 Prozent der aufgeführten Ausgaben wurden mittels sogenannter Verpflichtungsermächtigungen bereits in den Vorjahren vergeben. Auf der anderen Seite werden 405 Millionen Mark in diesem Jahr zwar vergeben, aber erst später tatsächlich investiert. Durch die Erhöhung der Verpflichtigungsermächtigungen um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr müssen sich die einschlägigen Hersteller darauf einstellen, daß sich die Vorlaufzeiten der öffentlichen Investitionen noch verlängern. Wer aber an die öffentliche Hand verkaufen will, braucht also einen langen Atem.

Die vollständige Analyse mit sämtlichen Kapiteln aller Ministerien kann bei der Vertriebshelfer Krauß GmbH für rund 500 Mark bezogen werden.