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12.10.2005

Borland führt Windows-Tools zusammen

Unter der Haube gibt es indes noch einige Inkonsistenzen.

Die schon seit längerer Zeit beobachtbare Konvergenz zwischen den Programmier-Tools von Borland mündet mit der Version 2006 in eine gemeinsame Entwicklungsumgebung (IDE). Sie hört auf den Namen "Borland Developer Studio" und unterstützt die Sprachen Delphi, C++ und C#.

Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu Microsofts Visual Studio .NET nennt Borland die Fähigkeit, sowohl herkömmliche Win32-Programme als auch .NET-Code zu erzeugen. Das Developer Studio soll in mehreren Ausstattungsvarianten auf den Markt kommen. Gleichzeitig sind die einzelnen Programmiersprachen weiterhin separat erhältlich, werden aber alle mit der gleichen IDE ausgeliefert.

Unter dem Schirm einer gemeinsamen Entwicklungsumgebung existieren einige sprachspezifische Eigenheiten weiter. So steht das Framework "Enterprise Core Objects" (ECO) in der Version III nur für Delphi und C# zur Verfügung. Es umfasst Funktionen für objektrelationales Mapping und Objektpersistenz. Beide Features sind in der Java-Welt Teil der Plattform, .NET bringt sie zurzeit noch nicht mit. ECO enthält zudem einen Synchronisierungs-Server, der das simultane Caching von Daten an mehreren Orten erlaubt.

Die ursprünglich von Delphi stammende Visual Component Library (VCL) erhielt einige neue Bausteine, darunter zwei neue Layouts. Sie ist indes nur für das Pascal-Derivat und C++ verfügbar, aber nicht für C#. Alle drei Sprachen sind hingegen mit hauseigenen "Calibre RM" und dem Tool für Change-Management "Star Team" integriert. Lizenzen für diese Produkte müssen allerdings separat erworben werden.

Die Zusammenführung von mehreren Programmiersprachen unter einer Entwicklungsumgebung betrifft nur die Windows-Welt. Das Java-Werkzeug "Jbuilder" soll zukünftig auf dem freien "Eclipse"-Framework aufsetzen. (ws)