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Hersteller integriert XML-Technik

Borland kündigt Jbuilder 5 an

01.06.2001
MÜNCHEN (CW) - Mit Version 5 der populären Java-Entwicklungsumgebung "Jbuilder" hat sich der Tool-Spezialist Borland vor allem um eine umfassende XML-Unterstützung sowie um Interoperabiliät zu Java-Applikations-Servern und Macintosh-Systemen bemüht.

Unter den zahlreichen Neuerungen in Jbuilder 5 fallen eine ganze Reihe von Schnittstellen, Tools und Features für den Einsatz der Extensible Markup Language (XML) mit Java-Programmen auf. Hatte Jbuilder 4 hier noch wenig zu bieten, so verspricht Borland nun eine Unterstützung über den gesamten Entwicklungszyklus hinweg: von der Generierung, über die Manipulation, Transformation und Präsentation bis hin zur Integration der Daten. So lassen sich gängige XML-Dokumenttypen im Projekt einsetzen und über Viewer in der XML-Baumstruktur oder als HTML-Dokument betrachten. Ferner stehen unter anderem das Java-API für XML-Parser (JXAP), die Schnittstelle Document Object Model (DOM), der XML-Parser "Xerces", der XSLT-Prozessor "Xalan" sowie das XML-basierte Web-Publishing-Framework "Cocoon" zur Verfügung. In punkto Java-XML-Binding und Persistenz können XML-Instanzen, Document Type Definitions (DTDs) sowie Java-Klassen aus DTDs oder Schemata generiert sowie Data-Binding-Lösungen anderer Hersteller integriert werden. Weitere Features betreffen unter anderem den Datenaustausch zwischen Java-Anwendungen und relationalen Datenbanken mit Hilfe von XML.

Ganz im Zeichen der angestrebten Interoperabilität von Jbuilder mit möglichst vielen Plattformen meldet Borland auch erstmals Support für den Java-2-Applikations-Server "Websphere" von IBM sowie Upgrades für dessen Konkurrenzprodukte "Bea Weblogic 6" und "Borland Application Server 4.5". Zudem stellte der Hersteller dieser Tage die Betaversion von "JBuilder 5 for Mac OS X" vor. Dies wird allerdings zunächst nicht die Java 2 Enterprise Edition unterstützen, sondern die "Java 2 Standard Edition".

Weitere Neuigkeiten in Jbuilder 5 betreffen den Support für die Ja-va-Server-Pages-Implementierung "Tomcat" von Apache, "Java Web Start" sowie spezielle Archive von "Enterprise Archives" (EAR), "Resource Adapter Archives" (RAR) und "Web Application Archive" (WAR). Zudem kann zur Teamverwaltung nun neben dem Open-Source-Produkt "CVS" auch Rationals "Clearcase" sowie Microsofts "Visual Sourcesafe" verwendet werden. Eine Übersicht aller Neuerungen findet sich unter http://www.borland.com/ jbuilder/jb5/feamatrix/.

Jbuilder 5 wird Anfang Juni als Enterprise, Professional und Personal Edition auf den Markt kommen und Neukunden rund 3340 Euro, 1100 Euro beziehungsweise 110 Euro kosten. Nur die Enterprise Edition bietet eine volle XML-Unterstützung sowie zahlreiche andere Features. Auch hat die Ankündigung einer Personal Edition für Irritationen in Entwicklerkreisen gesorgt. Kritiker glauben, dass diese die bisher angebotene, kostenlose Foundation Edition ersetzen soll, da Borland Letztere in seiner Ankündigung mit keiner Silbe erwähnt.