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22.10.1993 - 

Dbase-Anhaenger muessen sich gedulden

Borlands Datenbankstrategie fehlt es noch an Konsequenz

LAKE BUENA VISTA (IDG) - Eine reichlich verwirrende Strategie beim Konzept von Windows-Datenbanken bescheinigten Teilnehmer der kalifornischen Paradox-Entwicklerkonferenz dem Anbieter Borland. Neben dem verspäteten Erscheinen der Windows-Version von Dbase 4 - vorgesehen ist das Frühjahr 1994 - werden dem Unternehmen Versäumnisse bei der an sich stabilen Paradox-Sprache Objectpal vorgeworfen.

Bei den Windows-Datenbanken fährt Borland zweigleisig: Zum einen wird Paradox mit seiner objektorientierten Programmierumgebung Objectpal angeboten, zum anderen soll das in Xbase geschriebene "Dbase 4 fuer Windows" spätestens im Frühjahr 1994 verfügbar sein und objekt-orientierte Erweiterungen enthalten. Objectpal unterstützt ausser den eigenen auch Dbase-4-Dateiformate. Damit läuft Borland jedoch Gefahr, dass die derzeit noch breite Basis an Dbase-Anwendern zunehmend abbröckelt: Dbase-Kunden nämlich, die nach Windows migrieren, aber nicht bis 1994 warten wollen, können mittlerweile aus einer Reihe von Xbase-kompatiblen Windows- Datenbanken wählen. Neben Paradox bieten sich beispielsweise Microsofts "Fox Pro", "DB Fast" von Computer Associa-tes (CA) sowie "Superbase" von Software Publishing Corp. (SPC) an.

Ein weiteres Problem, dem sich Borland selbst ausgesetzt hat, sind die nur geringen Gemeinsamkeiten zwischen der im DOS-Release verwendeten Programmiersprache PAL und dem Objectpal der Windows- Version. Auf der kürzlich im kalifornischen Lake Buena Vista veranstalteten Paradox-Konferenz wurde deutlich, dass selbst erfahrene Entwickler grosse Probleme bei der Migration der Datenbank von DOS nach Windows haben. So kritisierte der Chef eines Consultingunternehmens, dass einige Programmierelemente in Objectpal wie auch in PAL unter der gleichen Bezeichnung laufen, aber völlig unterschiedliche Funktionen beinhalten. Eine Herausforderung für DV-Abteilungen sei auch die Inkompatibilität von Objectpal zu anderen Anwendungen ausserhalb des Paradox- und Dbase-Umfeldes. Programmiersprachen wie Micro-softs "Visual Basic" oder CAs "Visual Objects" arbeiten dagegen mühelos mit zahlreichen Fremdapplikationen zusammen.