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25.06.2009

Bosch hält mittelfristiges Umsatzziel für unerreichbar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hält angesichts der Wirtschaftskrise sein mittelfristiges Umsatzziel für unerreichbar. Bislang hatte der Stuttgarter Konzern bis 2012 ein Umsatzniveau von 75 Mrd EUR angepeilt. "Wir werden unser Ziel nicht erreichen, weil die Umsatzentwicklung infolge der Krise zumindest noch bis in das Jahr 2010 hinein schwach bleiben wird", sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, in einem Anfang des Monats erschienenen Interview mit dem Unternehmensmagazin "Focus" der Managementberatung Egon Zehnder International.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hält angesichts der Wirtschaftskrise sein mittelfristiges Umsatzziel für unerreichbar. Bislang hatte der Stuttgarter Konzern bis 2012 ein Umsatzniveau von 75 Mrd EUR angepeilt. "Wir werden unser Ziel nicht erreichen, weil die Umsatzentwicklung infolge der Krise zumindest noch bis in das Jahr 2010 hinein schwach bleiben wird", sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, in einem Anfang des Monats erschienenen Interview mit dem Unternehmensmagazin "Focus" der Managementberatung Egon Zehnder International.

Schließlich habe sich das Ziel von 75 Mrd EUR auf Basis einer angepeilten jährlichen Umsatzwachstumsrate von 8% ergeben. "Sobald sich die Verhältnisse jedoch normalisiert haben, wird unverändert eine Zielmarke von 8% Wachstum pro Jahr gelten", so Fehrenbach.

Bosch generiert rund drei Fünftel der Einnahmen mit Aufträgen aus der Autoindustrie. Entsprechend hart wurden die Stuttgarter von der Absatzkrise auf den globalen Fahrzeugmärkten getroffen: Auf der Bilanzpressekonferenz im April hatte Fehrenbach für 2009 vor dem ersten Verlust seit dem zweiten Weltkrieg gewarnt. Das Unternehmen rechnet auf Gesamtjahressicht seither mit einem Umsatzrückgang zwischen 10% und 15% und einem Fehlbetrag vor Steuern von bis zu 3% der Einnahmen. 2008 lag der Umsatz bei rund 45,13 Mrd EUR - und damit 2,6% unter dem Vorjahresniveau.

Um der Krise zu begegnen, hat Bosch ein striktes Sparprogramm aufgelegt. Mit dem Ziel, die Personalkosten deutlich einzudampfen und an den eingebrochenen Umsatz anzupassen, setzte der Autozulieferer bisher vor allem auf Maßnahmen zum flexiblen Arbeitszeiteinsatz. Per Ende April arbeiteten weltweit rund 93.000 Beschäftigte verkürzt. Im Ausland wurde bereits 3.000 Arbeitern betriebsbedingt gekündigt.

Im Gespräch mit dem Unternehmensmagazin "Focus" zeigte sich Fehrenbach optimistisch, in Deutschland Entlassungen vermeiden zu können: "Wir wollen ohne drastische Einschnitte beim Personal auskommen. Vor allem in Deutschland bin ich zuversichtlich, dass dies dank der flexiblen Arbeitszeitinstrumente gelingen kann". In Deutschland beschäftigte das Unternehmen zum Jahreswechsel mehr als 114.000 Menschen, weltweit waren es etwa 281.000.

Webseiten: http://www.bosch.com http://www.ezifocus.de/ -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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