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25.04.2007

Bosch rechnet 07 mit schwächerem Wachstum und ... (zwei)

Die mit Abstand größte Sparte Kraftfahrzeug-Technik verzeichnete 2006 einen Umsatzrückgang auf 27,2 (Vorjahr: 26,3) Mrd EUR. Das operative Ergebnis sank auf 1,1 (1,5) Mrd EUR ab, wodurch sich die Umsatzrendite auf 4,0% (5,8%) abschwächte. Dabei litt die Sparte unter dem Druck der Automobilhersteller, der zu Preisnachlässen um rund 3,5% führte. Laut Fehrenbach so viel wie nie zuvor. Dazu kamen hohe Rohstoffkosten sowie Belastungen durch Abschreibungen auf Vermögenswerte sowie auf Sachanlagen infolge von hohen Investitionen der vergangenen Jahre.

Außerdem sank die Auslastung der Bosch-Werke in den USA aufgrund der erheblichen Absatzprobleme großer US-Automobilhersteller. Ein wichtiger Kunde des Stuttgarter Zulieferers ist die Chrysler Group, die wegen einer fehlgeschlagenen Modellpolititk einen Absatzrückgang von 7% in den USA verzeichnete und die Produktion kurzfristig heruntergefahren hatte.

"Um ein langfristig profitables Wachstum der Bosch-Gruppe zu sichern, müssen wir vor allem in der Kraftfahrzeug-Technik tiefgreifende Herausforderungen bewältigen", so Fehrenbach. Als Reaktion auf den Preisdruck kündigte er die Verbesserung der Kosten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg an. Außerdem will Bosch mehr Fertigung und Kapazität in die asiatischen Wachstumsmärkte aufbauen.

Dagegen steigert die Sparte "Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik", deren Produktportfolio von Haushaltsgeräten über Heiztechnik bis zu Elektrowerkzeugen und Sicherheitstechnik reicht, sowohl Umsatz als auch Ertrag. Die Erlöse legten auf 11,0 (9,96) Mrd EUR und der operative Gewinn auf 903 (609) Mio EUR zu. Dies entspricht einer Marge von 8,2% (6,1%). Die Verbesserung ist laut Bosch vor allem durch ein positives konjunkturelles Umfeld begünstigt.

Auch die "Industrietechnik" profitierte von der günstigen Investitionsgüterkonjunktur und einer guten Auslastung. Der Umsatz legte auf 5,45(5,18) Mrd EUR zu, der operative Gewinn stieg auf 426 (358) Mio EUR. Die Umsatzmarge verbesserte sich auf 7,8% von 6,9% im Jahr zuvor.

Insgesamt sieht Fehrenbach den Mischkonzern sowohl mit der starken internationalen Ausrichtung als auch mit Blick auf die breite sektorale Aufstellung "auf dem richtigen Weg". Der Manager kündigte an, die einzelnen Geschäftsfelder weiter ausbalacieren zu wollen und das internationale Geschäft ausbauen zu wollen.

Weltweit will Bosch die Investitionen in Sachanlagen im laufenden Jahr bei rund 2,7 Mrd EUR stabil halten. In die deutschen Standorte soll mehr als 1 Mrd EUR investiert werden. Für Forschung und Entwicklung will das Unternehmen 2007 erneut 3,3 Mrd EUR ausgeben. Dies sind 7,7% vom Umsatz.

Webseite: http://www.bosch.de/

-Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires; +49 (0)711 - 22874 12,

matthias.krust@dowjones.com

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