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05.04.1996 - 

Preisverfall verursacht Umsatzeinbussen

Bosch Telecom profitiert vom Umzug der Politik nach Berlin

Strukturveraenderungen im Telefonnetz der Deutschen Telekom und die beginnende Nachfrage der neuen Netzbetreiber praegen laut Friedrich Schiefer, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Geschaeftsfuehrung der Robert Bosch GmbH, die gegenwaertige Entwicklung in Deutschland. In einem insgesamt stagnierenden Markt werde die investive Zurueckhaltung durch den Bedarf alternativer Netzbetreiber weitgehend ausgeglichen.

Eine positive Entwicklung im TK-Business verzeichnete wie schon im Jahr zuvor der Mobilfunkmarkt auf Basis des Standards Global System for Mobile Communication (GSM). Sowohl Infrastrukturkomponenten als auch Endgeraete verkaufen sich laut Schiefer gut. Bosch Telecom forciere darueber hinaus das Geschaeft mit der Uebertragungstechnik SDH (Synchrone Digitale Hierarchie) sowie dem Weitverkehrsrichtfunk. Fuer die private Kommunikationstechnik bietet das Unternehmen neue Produkte zur Computer-Telefonie-Integration (CTI).

Als Erfolg in Sachen Kommunikationstechnik vermeldete Schiefer einen Auftrag des Bundesministeriums fuer Bildung, Forschung und Technologie. Wegen des Umzugs von Teilen des Ministeriums nach Berlin soll ein Hochleistungsnetz von Bosch mehr als 1200 Teilnehmer in Bonn und Berlin multimedial verbinden.

Vergangenes Jahr erwirtschaftete die zum 1. Januar 1995 gegruendete Bosch Telecom GmbH dem Manager zufolge einen Umsatz von rund fuenf Milliarden Mark. Dabei mussten die Stuttgarter trotz gesteigerter Verkaufszahlen einen Umsatzrueckgang von sechs Prozent hinnehmen. Schiefer begruendete diese Einbusse mit stark gefallenen Preisen. In den genannten Zahlen seien jedoch die Ergebnisse des Geschaeftsbereichs Mobile Kommunikation nicht enthalten. Zum 1. Januar 1996 beschaeftigte die Bosch Telecom GmbH rund 21700 Mitarbeiter.