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Ausländische Investoren sind Favoriten


01.11.2002 - 

Brain-Verkauf geht in die heiße Phase

BREISACH AM RHEIN (mo) - In den kommenden zwei Wochen soll sich die Zukunft der Brain International AG, Breisach am Rhein, entscheiden. Insolvenzverwalter und Gläubigerausschuss verhandeln jetzt mit den Kaufinteressenten.

Insidern zufolge sollen die Verhandlungen mit potenziellen Investoren geführt werden, die Brain als Ganzes erhalten und die Produktpalette langfristig fortführen wollen. Darauf hat sich die Gläubigerversammlung am 23. Oktober geeinigt. Hierzu lägen Angebote sowohl von Finanz- als auch von strategischen Investoren vor. Dabei sind die Verhandlungsführer an einer schnellen Lösung interessiert, um den verunsicherten Kunden und Mitarbeitern endlich Klarheit über die Zukunft zu geben.

Mit welchen Unternehmen dabei verhandelt wird, ist nicht bekannt. Angeblich gibt es 40 Angebote. Insider halten einen deutschen Käufer für eher unwahrscheinlich. Für den Insolvenzverwalter Reinhard Blumenthal ist jedoch auch eine inländische Lösung noch möglich.

Am lukrativsten erscheint ein Angebot eines US-amerikanischen Softwareanbieters zusammen mit einer Finanzierungsgesellschaft, der nach Informationen der COMPUTERWOCHE rund 22 Millionen Euro für alle Brain-Gesellschaften zahlen will. Als Zieldatum für eine Entscheidung wurde der 10. November genannt. Blumenthal rechnet mit einem Abschluss der Verhandlungen bis Ende November.

Um Brain für eine Übernahme attraktiv zu machen, wurden in Deutschland bereits 100 der rund 550 Stellen abgebaut, so verlautet aus unternehmensnahen Kreisen. Rund 30 Mitarbeiter sollen gekündigt haben, 70 werden in eine Auffanggesellschaft überführt. Insider gehen davon aus, dass nach einer Übernahme nochmals 50 bis 150 Stellen wegfallen können.

Der vom Insolvenzverwalter abgesetzte Vorstand ist dagegen immer noch im Amt. Insidern zufolge soll der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 16. Oktober keine Beschlüsse gefasst und damit auch nicht die Vorstände Hans-Peter Eitel, Winfried Adam und Rainer Nagel abberufen haben. Der Insolvenzverwalter hatte sie fristlos entlassen und ihnen Hausverbot erteilt. Gegenüber der COMPUTERWOCHE sagte Blumenthal, dass der Aufsichtsrat seine Entscheidung zur Kenntnis genommen und bei seinen Beschlüssen keine Mitsprache habe.

Abb: Umsatzverteilung

Automotive Solutions ist der lukrativste Firmenteil. Quelle: Brain, 1.Halbjahr 2002