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05.07.2002 - 

Gespräche mit Investoren laufen

Brain zahlte im Juni keine Gehälter

MÜNCHEN (CW) - Die deutschen Mitarbeiter des Softwareanbieters Brain International haben im vergangenen Monat kein Gehalt überwiesen bekommen. Das Unternehmen besitze eine "extrem dünne Kapitaldecke", wie ein Sprecher gegenüber der CW bestätigte. Brain kämpft offenbar ums Überleben.

Noch vor einigen Monaten war Brain zuversichtlich, die Krise zu meistern. Der ERP-Spezialist ließ sich vom neuen Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Keitel ein rigides Sparprogramm verpassen. Das unrentable Hardwaregeschäft sowie die spanische Niederlassung wurden aufgegeben, die Aufwendungen in Forschung und Entwicklung um 20 Millionen Euro auf 14,9 Millionen Euro gekürzt und auch die Zahl der Mitarbeiter reduziert. Seit der Fusion der beiden IT-Unternehmen BIW und Rembold+Holzer vor vier Jahren zu Brain International ging die Zahl der Beschäftigten von rund 1400 auf heute 842 zurück.

Gerüchte über Insolvenz

"Enorme Umsatzeinbrüche" im April und Mai hätten nun dazu geführt, die Gehälter nicht mehr auszahlen zu können, heißt es bei Brain. Im Moment liefen Gespräche mit Investoren. In den nächsten Tagen, so der Sprecher, wolle der Vorstand vor die Belegschaft treten und sagen, wie es weitergeht. Gerüchte über eine bevorstehende Insolvenz bestätigte der Sprecher nicht.

Im Juni hatte das Unternehmen aus Breisach mitgeteilt, dass Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal unter den Erwartungen liegen. Der Konzernumsatz für das erste Halbjahr wurde mit 47,7 Millionen Euro angegeben, geplant waren allerdings 54,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das für das zweite Quartal mit 1,8 Millionen Euro geplant war, werde voraussichtlich minus sechs Millionen Euro ausmachen (hk).