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21.09.1979

Branchenbekannt?

Ein paar müßige Gedanken zu den "Softwarestrategien der Computerhersteller", vorgetragen in einem Stichelreferat auf der SYSTEMS (Symposium B: Software für Kleincomputer und dezentrale Systeme):

Was wir brauchen, sind kritische, wache Kleincomputer-Anwender, die den Herstellern - aber auch den neutralen Beratern - ebenbürtige Gesprächspartner sind; ebenbürtig in dem Sinne, daß sie objektiv prüfen können, welche Versprechungen der Hersteller einen realen Hintergrund haben - und welche in das Reich der Fabel gehören. Nun besteht kein Anlaß, verzagt zu sein. Selbsthilfe-Aktionen der Anwender, die das Ziel haben, aus der durch eine Know-how-Lücke entstandenen Abhängigkeit von den DV-Lieferanten herauszukommen, sind in ersten Ansätzen erkennbar.

So will die Interessengemeinschaft "Collega" zur Förderung der Tätigkeit von Angehörigen der steuer- und rechtsberatenden sowie wirtschaftsprüfenden Berufe e.V., München, jetzt mit einem Anforderungskatalog (siehe Seite 32) prüfen lassen, was an EDV in Steuerkanzleien überhaupt benötigt wird - und was nicht.

Ein anderes Beispiel: Die Flucht der kleineren und mittleren Sparkassen in die Verbandsrechenzentren (CW-Nr. 33 vom 17. August 1979: "lmmer mehr Sparkassen geben ihre DV-Selbständigkeit auf"). Begründung: Die Systementwicklung (lies Programmierung) sei in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Aus Anwendersicht: Der Break-even-point, an dem die eigene Anlage noch günstiger ist, wird immer mehr nach oben geschoben.

Den Herstellern, die ja gerne davon reden, daß sich jetzt auch kleine und kleinste Unternehmen einen eigenen Computer Ieisten könnten, wird diese Behauptung der Service-RZ-Sympathisanten nicht schmecken.

Indes: "Die Sprüche der VB's sind branchenbekannt etwas, was man nur als Marketing-Aussage ansehen darf, aber niemals als verbindlich", so Dr. Christoph Zahrnt, Rechtsanwalt in Neckargmünd, in einem Leserbrief an die COMPUTERWOCHE. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.