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18.09.1998 - 

Gastkommentar

Branchenlösung als altes Eisen

Ein neues Zauberwort macht die Runde: "Branchenlösung". Sie verspreche gegenüber dem Standardsystem eine bessere Abbildung der Geschäftsprozesse, sie unterstütze gezielter das Wettbewerbsgeschäft und lasse sich aufgrund von reichhaltigen Voreinstellungen auch noch schneller in die Unternehmenswelt implementieren. Viele dieser spezifischen Softwareprodukte kommen diesen Zielen durchaus nahe, gehören aber trotzdem schon zum alten Eisen, bevor sie im Kreis der Anwender richtig die Runde machen konnten. Hintergrund: Branchenlösungen decken zwar Standardanforderungen des jeweiligen Sektors ab, sie bieten aber keine Differenzierung gegenüber dem Mitbewerber. Was nützt es einem Unternehmen, wenn seine wichtigsten Konkurrenten praktisch mit deckungsgleichen Geschäftsprozessen operieren, weil die Branchensoftware keine Spezifikationen zuläßt, die wettbewerbsentscheidende Kernkompetenzen hervorheben? So können Marktvorteile nicht generiert werden!

Aus diesem Grund muß der Fokus auf eine möglichst optimale Abbildung der unternehmens- und nicht branchenspezifischen Prozesse gerichtet werden. Dafür bedarf es solcher Werkzeuge, die mit weitgehend automatisierten Mitteln einen präzisen Zuschnitt der Konfiguration auf die spezifischen Geschäftsprozesse bieten und damit eine positive Abgrenzung von den Mitbewerbern unterstützen. Gleichzeitig müssen sie so flexibel sein, daß jederzeit die aus den ständigen Veränderungen des Marktes resultierenden Modifikationen der Prozesse ohne großen Projektaufwand in die Konfigurationsverhältnisse umgesetzt werden können.