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Branchenvize dementiert Produktionseinstellung DEC: Der Rainbow bleibt im Programm

22.02.1985

MAYNARD/MÜNCHEN (ru) - Der "Rainbow lebt, DEC floriert". Mit diesen Worten trat jetzt die deutsche Dependance des amerikanischen Minicomputer-Primus Meldungen entgegen, wonach die Produktion des kommerziellen Rechners Rainbow eingestellt werden soll.

Der britische Branchendienst "Computergram" hatte Mittwoch vergangener Woche schlicht konstatiert: End of the Rainbow at DEC. Weiter hieß es, DEC würde mit einer konkurrenzfähigeren Maschine auf den Markt kommen, die kompatibel zum IBM PC sei und möglicherweise auf dem Intel-Prozessor 80286 basiere.

Auch das Leib- und Magenblatt der internationalen Finanzwelt, das Wall Street Journal, informierte seine Leser über einen Produktionsstop des nur schwer abzusetzenden Minis im Werk Westfield. Zunächst einmal wolle DEC den bislang unverkauften Bestand von 100 000 Rainbows abzusetzen versuchen. Sollte die Nachfrage wieder anziehen, würde DEC auch die Rainbow-Fertigung wieder aufnehmen. Analysten äußerten sich dennoch skeptisch in der US-Zeitung: "Da besteht kaum eine Chance".

Die Münchner Digital Equipment GmbH konterte ob dieser Hiobsbotschaften schnell. Die Produktion des Rainbow werde auf gar keinen Fall eingestellt, hieß es denn auch. Richtig sei zwar, daß man die Fertigung dieses Rechners in Westfield herunterfahre, um hier auf die Produktion für einen neuen Computer umzustellen. Nähere Einzelheiten zu der neuen Maschine waren nicht zu erfahren.

Da DEC künftig mehr Komponenten fertig kaufen wolle, brauche man weniger Kapazitäten, äußerte eine Sprecherin. Im übrigen sei eine weitere Zusammenfassung der Herstellung für Arbeitsplatzcomputer vorgesehen. Wörtlich heißt es bei dem Branchenvize: "DEC wird nächsten Monat bedeutsame Erweiterungen für seine Arbeitsplatzcomputer Rainbow und Decmate bekanntgeben." Damit sollen, wie DEC-Präsident Ken Olsen es formulierte, die bevorstehenden Verbesserungen als sinnvolle Verknüpfung der PC-spezifischen Filenschaften mit Textverarbeitung der Bürokommunikation zu sehen sein.

Olsen ließ allerdings keinen Zweifel daran, daß DEC seine Wettbewerbsfähigkeit nur durch einen Produktionszuwachs erhalten könne. Zwar plane das Unternehmen keine Entlassungen, wie aus Spekulationen zu entnehmen war, werde aber die Herstellungskosten reduzieren. Das Wall Street Journal weiß zu berichten, daß 1400 DEC-Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens andere Aufgaben erhalten sollen. Darüber hinaus plane der Mini-Macher seine in der Produktion weltweit beschäftigten 30 000 Leute innerhalb der nächsten drei Jahre auf 25 000 zu reduzieren.