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05.12.1986 - 

Neuer Gateway-Server routet alle Ethernet-Protokolle:

Bridge Protokolltransparenz für LAN-Verbund

MÜNCHEN (pi) - Eine protokolltransparente Remote-Bridge auf der Basis des ISO-Layers 2 hat jetzt Bridge Communications Inc., in Deutschland vertreten durch die Wetronic Automation GmbH, auf den Markt gebracht.

Der Gateway Server/3-M (M steht für Medium Access Control) verbindet protokolltransparent bis zu neun geografisch getrennte Ethernet-Netzwerke über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu einem logischen Netzwerk. Dies bedeutet für die Praxis, daß jedes dem Ethernet-Standard IEEE 802.3 entsprechende Netz mit einem entfernten LAN Daten austauschen kann. Die neue Kommunikations-Brücke routet alle Ethernet-Protokolle, wie zum Beispiel XNS. TCP(IP, ALT, Decnet, HP Advanced Net, TOP und ISO).

Der Gateway-Server/3-M wird mit RS232-, RS422- oder V.35-Interface angeboten und ermöglicht eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 448 KB pro Sekunde. Durch einen von Wetronics ebenfalls angebotenen Schnittstellenkonverter ist eine Anpassung von V.35 auf V.36 oder X.21 möglich. Ein Interface für die von der deutschen Bundespost ab 1987 angebotenen High-Speed-Leitungen soll ebenfalls ins Sortiment aufgenommen werden.

Durch seine modulare Hardware-Architektur unter Verwendung von mehreren High-Performance-Prozessoren der 68000er-Generation ist der GS/3-M in der Lage, bis zu 10 MBit pro Sekunde auf einem lokal angeschlossenen Ethernet nach der Zieladresse zu überprüfen und bis zu 1000 Datenpakete pro Sekunde über die Verbindung zu routen.

Ein Selbsterlernalgorithmus ermöglicht dem GS/3-M innerhalb von kürzester Zeit, alle auf dem lokalen Netz vorkommenden Source-Adressen zu lernen, um Routing-Tabellen anlegen zu können. Das Selektieren der zu routenden Datenpakete erfolgt durch Vergleiche des Destination-Teils des Datenpaketes mit den Routing-Tabellen. Daraus ergibt sich eine Lastabtrennung zwischen den verbundenen Netzen.

Wird aus Sicherheitsgründen eine redundante Verbindung zum Zielnetz gefordert, kann dies durch eine Verbindung mit niedriger Datenrate geschehen. Der GS/3-M trenn automatisch die Linie mit der geringsten Geschwindigkeit vom Netz ab und aktiviert sie erst in dem Moment, wenn die andere Verbindung ausfällt. Diesen Vorgang bezeichnet Bridge als "Hot-Stand-by".

Der GS/3-M enthält ausgefeilte Netzwerk-Management-Möglichkeiten wie zum Beispiel Password-Schutz, Verkehrs- und Fehlerstatistiken, Line-Statistiken und ausführliche Diagnosen über den Zustand der Leitungen.

Durch das Remote-Netzwerkmanagement lassen sich von einem zentralen Ort aus Datenfilter dynamisch setzen. So können bestimmte Source-Destination-Adressen, Broadcasts, Pakettypen oder gewisse Protokolle herausgefiltert werden, um bestimmten Benutzern oder Benutzergruppen den Zugriff auf das Remote-Ethernet zu verwehren.

Informationen: Wetronic Automation GmbH, Heidemannstraße 1, 8000 München 45, Telefon: 0 89//3 11 10 61.