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24.10.1975 - 

Bei Systemumstellungen

Bridgeware ist gut, Organisation besser

WIEN - Eine "Migration", also ein Übergang von einem System auf ein anderes, sollte nach Ansicht von R. K. Schrammel (Philips Industrie GmbH Wien) in vier Phasen ablaufen:

1. Ist-Aufnahme: Feststellen des Standes und Modernisieren der Applikationen, Vervollständigung der Dokumentation.

2. Vorbereitung: Studium der Hard- und Softwarespezifikationen und Anpassung der Applikationen, Detailplanung, Schulung, Bereitstellen der Jobstreams, Programme und Datenbestände, "Einfrieren" der Anwendungen für die Umstellungsphase, Installation der neuen Hardware und Generieren des Betriebssystems.

3. Umstellung: Einsatz von Conversion-Tools für mechanische Umsetzung der Programme und Daten bzw. Datenträger (ev. mit manueller Unterstützung), Test.

4. Übernahme: Einsatz der umgestellten Applikationen, Parallel-Lauf zur Kontrolle der Ergebnisse und Sicherstellung der Produktion.

Als wichtigste technische Probleme bei einer Migration nennt Schrammel: Fehlen vollständiger Dokumentationen; Uneinheitlichkeit in Design und Programmierung; veraltete Applikationen, deren Übernahme unwirtschaftlich ist; Unterschiede in Konstruktionsphilosophie alter und neuer Hardware und in Betriebssystemen, "Standard"-Pogrammiersprachen, Datendarstellung auf den Speichermedien und in der Sortierfolge von Zeichen

Es gibt - so Schrammel - zwar Bridgeware zur Simulation des alten Systems auf dem neuen und zur mechanischen Transformation von Programmen - aber wenig Hilfen für die Umstellung von Job-Control-Karten und von Datenbeständen und Datenbanken.

So lautet die Check-List des Philips-Mannes für Systemumstellungen:

- Projektleiter benennen

- Bestandsaufnahme aller Applikationen

- Erstellung eines Migrationplanes (Vorgehen und Aufgabenverteilung festlegen)

- Erfassen der Hilfsmittel (Menschen, Geld, Maschinen)

- Definition der nötigen Umstellungshilfen

- Sichern, daß Migration mit einem Minimum an Benutzerstörung abläuft - Laufende Information aller Beteiligten

-Kontrolle des Projektfortschrittes

-Regelmäßige Berichterstattung an das Management mit Soll/Ist-Vergleich

-Dokumentation aller mit der Umstellung zusammenhängender Daten und Vorgänge. -py