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28.09.2001 - 

CA stellt Backup-Software für Windows und Unix vor

Brightstor soll Speicherprobleme im Unternehmen beseitigen

MÜNCHEN (kk/ave) - Mit der Einführung von vier zentralen Produktmarken versucht Computer Associates (CA), Ordnung in sein Portfolio zu bringen. Unter der Bezeichnung "Brightstor" sind dabei sämtliche Lösungen für die Datensicherung in Unternehmen zusammengefasst. Mit "Enterprise Backup" stellt CA jetzt ein neues Produkt für diese Linie vor, weitere folgen in Kürze.

"Das Speicher-Management gerät außer Kontrolle", prophezeit Mark Milford, bei CA verantwortlicher Manager für das weltweite Speichergeschäft. Er begründet diese Aussage unter anderem damit, dass IT-Profis in Unternehmen zusätzliche Aufgaben, etwa neue Business-Modelle oder geänderte gesetzliche Vorschriften für die Aufbewahrung von Daten, aufgebürdet werden.

Ein neuer Ansatz für das Speichern und Verwalten der Daten sei deshalb notwendig. CA will diesem Problem begegnen, indem es die Architektur von Brightstor ändert. Im Gegensatz zur üblichen Herangehensweise, bei der spezielle Tools verschiedene Aspekte der Datenspeicherung abdecken (etwa das Management der gespeicherten Daten oder die Verwaltung der Speicherhardware), bietet Brightstor eine übergeordnete Verwaltungsebene (siehe Grafik), die die unterschiedlichen Aufgaben im Zusammenhang mit der Datensicherung zusammenführen und dem Administrator so einen besseren Überblick über die Gesamtsituation geben soll.

Die einzelnen Speicheranwendungen sowie die Programme, die die dazugehörige Infrastruktur verwalten helfen, sind in diesem Konzept von der zur Sicherung benötigten Hardware (den eigentlichen Speichermedien) durch eine Virtualisierungsschicht getrennt. Ziel des Ganzen: Es soll letztlich keine Rolle spielen, ob Speicherraum auf einem Bandlaufwerk oder einer Festplatte zur Verfügung steht. Laut CA sorgt dies für eine größere Unabhängigkeit von der zugrunde liegenden Speicherhardware, was Unternehmen mehr Spielraum beispielsweise bei der Anschaffung neuer Storage-Produkte gibt.

Virtualisierung in Arbeit

Völlig neu ist diese Idee nicht: Die Speichergrößen EMC und Hitachi arbeiten derzeit ebenfalls an Virtualisierungskonzepten.

CA räumt außerdem ein, dass es selber bislang noch keine Software für dieses Konzept anbieten kann. Im Herbst will der Hersteller aber eine Lösung präsentieren, die er derzeit zusammen mit einem Partnerunternehmen entwickelt. Wer das Know-how für die technisch anspruchsvolle Aufgabe beisteuert, ist noch unklar.

Als neues Produkt für die beschriebene Architektur hat CA jetzt "Brightstor Enterprise Backup" (BEB) vorgestellt. Die Engine der unter dem Codenamen "Cheetah" entwickelten Backup- und Recovery-Lösung stammt von "Alexandria", das durch die Akquisition der Firma Sterling Software zu CA kam. Die grafische Oberfläche hat der Hersteller von seinem Storage-Produkt "Arcserve" übernommen.

BEB läuft derzeit unter Windows NT und 2000 sowie unter den Unix-Varianten Solaris und HP-UX. Die Freigabe für IBMs AIX und Compaqs Tru 64 soll in Kürze erfolgen. Die Verwaltung der Windows-Welt erfolgt über eine Windows-Applikation, unter Unix steht hierfür ein Java-Applet zur Verfügung. Beide Konsolen bieten laut Hersteller das gleiche Look and Feel.

Allerdings steht bei den Unix-Versionen von BEB noch nicht die ganze Funktionalität zur Verfügung: Der "Cross-Platform-Manager" beispielsweise, mit dem Administratoren remote Backup-Server steuern und überwachen können, bindet bis jetzt nur Microsoft-Maschinen ein. Ebenso können die "Wizards", die die Prozeduren für Backup, Restore oder Device-Management vereinfachen, nur unter Windows genutzt werden. Einschränkungen muss der Unix-Anwender auch beim Speichern auf Bandbibliotheken hinnehmen, da das Aussortieren von fehlerhaften Tape Drives und die Behebung dieses Problems durch Raid-Konfigurationen ebenfalls nur unter Windows möglich ist. Gleiches gilt für Cluster-Konfigurationen, da Failover-Prozeduren nur im Microsoft-Verbund gelingen.

Immerhin unterstützt Enterprise Backup das "Virtual Interface" (VI), das die Sicherung und den Restore von Daten aus Microsoft Exchange und SQL enorm beschleunigen kann. In puncto Geschwindigkeit konnte die Backup-Lösung schon die ersten Meriten ernten: Unter Testbedingungen schaffte das Produkt bei einem "heißen" Backup auf den Highend-Maschinen von Sun und HP die Sicherung von 1,5 TB Daten pro Stunde.

Als nächste Entwicklung aus der Brightstor-Familie will CA den "Network Storage Manager" für die Verwaltung von Speichernetzen (SANs) auf den Markt bringen. Sie wird ab Oktober zu haben sein. Im Frühjahr 2002 soll der "Enterprise Storage Manager" folgen, der Funktionen wie Policy- und Performance-Management oder Speicherplanung beinhaltet.

Abb.: CAs Speicherstrategie

CA rückt bei der Brightstor-Architektur das Speicher-Management in den Mittelpunkt. Quelle: CA