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02.07.1999 - 

Gespräche mit amerikanischem Hersteller Microworkz

Bringt AOL bald eigenes Online-Zugangsgerät?

MÜNCHEN (CW) - America Online (AOL) verhandelt mit dem amerikanischen Hersteller Microworkz.com über eine Zusammenarbeit. Möglicherweise will AOL seinen Kunden die Billigcomputer des Anbieters als Zugangsgeräte für seine Web-Angebote zur Verfügung stellen.

Microworkz bestätigte gegenüber amerikanischen Medien, daß gegenwärtig zwischen beiden Firmen Gespräche stattfinden. Die Unternehmen verneinten allerdings die Gerüchte um eine potentielle Übernahme durch den internationalen Online-Riesen. Rick Latman, President und Chief Executive Officer (CEO) des PC-Herstellers, sagte wörtlich: "Microworkz steht nicht zum Verkauf." Viel wahrscheinlicher ist eine Kooperation zwischen beiden Firmen. Diese könnte so aussehen, daß AOL die "Itoaster"-Geräte von Microworkz benutzen will, um seinen Abonnenten den unkomplizierten Zugriff auf seine Online-Angebote zu ermöglichen.

Den Itoaster hatte das Unternehmen unlängst auf der Fachmesse PC Expo in New York vorgestellt. Für nur 199 Dollar erhält der Käufer damit einen Rechner, der hauptsächlich für das Surfen im Internet konzipiert ist. Das Gerät verfügt über einen Intel-Pentium-II-Prozessor mit 266 Megahertz, 32 MB Arbeitsspeicher, eine 3,2 GB große Festplatte sowie ein internes Modem. Disketten- oder CD-ROM-Laufwerke sind nicht vorhanden, sie können über einen Universal-Serial-Bus- (USB-)Anschluß jedoch später eingebaut werden. Für einen zu dem Itoaster passenden Monitor verlangt Mikroworkz 139 Dollar.

Interessant ist außerdem die Software-Ausstattung des Billigrechners: Anstelle von Microsofts Windows kommt ein Hybridsystem aus Linux und Be-OS zum Einsatz. Außerdem sind auf den Geräten auch Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramme von weniger bekannten Drittanbietern installiert, die jedoch Microsoft-Dateiformate lesen können. Würde AOL die Microworkz-Box im großen Stil vermarkten, könnte dies der Gates-Company also einigen finanziellen Schaden zufügen. Der Itoaster soll ab dem 15. Juli in den USA ausgeliefert werden.

Bei AOL Deutschland weiß man über die Pläne der amerikanischen Konzernmutter bislang nichts Genaues. Laut Alexander Adler, Pressesprecher des Online-Riesen, ist die Idee eines Internet-Zugangsgerätes mit dem AOL-Logo aber "ein auch für Europa spannendes Modell".